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Trappenkamp : Schlittenhunde gingen auf die Rennstrecke

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das größte Zughunderennen in Norddeutschland zog tausende Besucher an.

Trappenkamp | Es war das 17. Schlittenhunderennen des Schlittenhunde-Sportvereins Nord e.V. unter dem Blätterdach des Erlebniswaldes Trappenkamp und eines der schönsten“, sagte Vereinssprecherin Levke Erichsen. Die Veranstaltung war aufgrund einer Änderung im Reglement diesmal das größte Zughunderennen in Norddeutschland.

In leuchtende Herbstfarben gekleidet, bot sich den tausenden Besuchern und den Mushern, wie die Fahrer der Gespanne genannt werden, ein farbenfrohes Bild, wie es häufig nur in der Heimat der nordischen Hunde zu finden ist.

Gleich neben dem großen Fahrerlager, wo die Hunde den Rennstarts entgegenfieberten, konnten die Besucher in der Falknerei eindrucksvolle Flüge von Adlern und anderen Greifvögeln erleben. Ein Stück weiter, beim Start der Gespanne am Waldhaus kam richtiges Rennfieber auf. Alle Hände voll zu tun hatten die Helfer am Zieleinlauf neben der Falknerei. Da war es gar nicht so einfach, die Gespanne mit vier oder sechs Hunden zum Halten zu bringen, wenn diese im Endspurt nach der bis zu vier Kilometer langen Strecke noch einmal Vollgas gaben und durch das Ziel preschten. Dabei zeigten auch die Hunde ohne Rassestandard in den offenen Rennen und verschiedenen Klassen, was in ihnen steckt. Lediglich die Wertung erfolgte nach Rassen getrennt. Mangels Schnee starteten die Musher mit extra für diesen Sport konstruierten Rollwagen, dem Fahrrad, Scooter (Roller) oder als Läufer. Neben den spannenden Rennen der Siberian Huskys, Alaskan Malamute, Samojeden, Jagdhunden und rassefreien Hunden gab es Informationen zu den Hunden, leckere Zwischenmahlzeiten, Hundezubehör oder schmucke Mützen, Handschuhe und anderes wärmendes Strickzeug aus feinster Hundewolle.

Als Reni Hamann aus Wasbek am Spinnrad die schneeweiße Samojedenwolle zu feinem Strickgarn spann, gab es staunende Kinderaugen. Die gestrickten Mützen, Schals, Handschuhe und anderes Nützliches verkaufte sie zugunsten von Hunden in Not. Ein wenig dickköpfig, dafür aber ausgesprochen liebenswürdig, so seien die Samojeden, die sibirischen Nomadenhunde als Haushund, meinte die Wasbekerin, während Samojedenrüde Mancu aufmerksam das Geschehen verfolgte.

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