Bauarbeiten ruhen : Schleusau-Rohre sind belastet

Die mit Schadstoffen belasteten Betonschalen werden vorsorglich mit einer Schutzfolie abgedeckt.
1 von 3
Die mit Schadstoffen belasteten Betonschalen werden vorsorglich mit einer Schutzfolie abgedeckt.

Die Arbeiten zur Freilegung des Gewässerarms vor dem Museum ruhen. OB Tauras sieht keine Gefahr für Mensch oder Grundwasser.

von
06. November 2014, 07:30 Uhr

Neumünster | Die Freilegung der Schleusau vor dem Museum Tuch + Technik wird sich verzögern. Die Bauarbeiten ruhen zurzeit. Das teilte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras am Dienstag in der Ratsversammlung mit. Der Grund sind hohe Schadstoffkonzentrationen im Schutzanstrich der Betonröhren, durch die die Schleusau hier fließt.

Nach der Freilegung der Betonschalen waren erhöhte Werte an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen festgestellt worden. „Die Schadstoffkonzentrationen liegen so hoch, dass das auszubauende Material als Sondermüll einzustufen ist“, teilte die Stadt mit.

„Nach den vorliegenden Erkenntnissen ist eine Gefährdung des Grundwassers und eine Gefährdung für Personen nicht gegeben“, sagte der Verwaltungschef. Vorsorglich wurde jedoch gestern als Sofortmaßnahme die Beschichtung der Schleusaurohre mit einer Kunststofffolie abgedeckt. Die Stadt hat weitere Untersuchungen im Baufeld in Auftrag gegeben. Sie sollen Aufschluss über eine mögliche weitere Kontamination des Bodens geben.

Zurzeit sucht die Stadt nach Möglichkeiten für eine sichere Entsorgung des belasteten Materials. „Gemeinsam mit einer Fachfirma prüfen wir zurzeit, ob der Belag entfernt werden kann oder ob die Betonröhren im Ganzen demontiert und fachgerecht entsorgt werden müssen“, sagte Stadtsprecher Stephan Beitz. Für all diese Arbeiten sind besondere Sicherheitsbestimmungen zu beachten. So müssen die Arbeiten in Schutzkleidung ausgeführt werden.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen