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Schleusau-Öffnung wird frühestens Ende 2016 fertig

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 06.Nov.2015 | 12:51 Uhr

Die Öffnung der Schleusau vor dem Museum Tuch + Technik droht zu einer unendlichen Geschichte zu werden: Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein – lange vor Eröffnung der neuen Holsten-Galerie. Jetzt steht fest, dass die Arbeiten bis Ende kommenden Jahres – möglicherweise auch noch länger – andauern.

Das musste Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker jetzt im Bauausschuss einräumen – sehr zum Ärger der Selbstverwaltung: „Mit der Öffnung wollten wir auch den Besuchern der Holsten-Galerie etwas bieten und ihnen den Übergang in die Innenstadt schmackhaft machen, jetzt schauen sie auf eine Dauerbaustelle“ , ärgert sich nicht nur Ratsfrau Franka Dannheiser (SPD).

Wiederholt waren die Arbeiten zur Öffnung des Bachbettes vor dem Museum ins Stocken geraten. Zuerst legten die Arbeiter historische Mauerreste frei: Um die steinernen Zeitzeugen in die künftige Gesamtansicht einzubinden, wurden die Gestaltungspläne überarbeitet.

Dann stießen die Tiefbauer auf kontaminierte Betonschalen, die das Bachbett überspannten. Erneut wurden die Arbeiten unterbrochen, um nach einem Entsorgungsverfahren zu fahnden. Die aufwendige Entsorgung selbst brachte den Zeitplan weiter durcheinander. Der Ausschuss wollte das als alleinige Ursache für die Verzögerungen aber nicht gelten lassen und hält dem Fachdienst Tiefbau Versäumnisse beim Baumanagement vor. Offenbar war auf der Baustelle eine Vielzahl von Subunternehmen beschäftigt, die durch erschwerte Koordination unter dem Strich mithalfen, den Zeitplan zu sprengen.

Fest steht, dass die Baustelle auch über den Winter ruhen wird, weil anstehende Betonarbeiten bei Frost nicht abgewickelt werden können.

Auch die Kosten sind in den vergangenen Monaten kräftig aus dem Ruder gelaufen: Statt der einst veranschlagten 680 000 Euro stehen derzeit Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro im Raum.

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