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Am Museum Tuch + Technik : Schleusau kommt wieder ans Licht

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Grünfläche am Schleusberg soll neu gestaltet werden. Der Schwale-Abzweig wird auf 17 Metern freigelegt. Baustart soll nach der Holstenköste sein.

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erstellt am 07.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Die Schleusau vor der Stadthalle kehrt zurück ans Tageslicht. Noch in diesem Sommer soll die Grünfläche vor dem Museum Tuch + Technik grundlegend umgestaltet werden. Dabei wird auch die einst künstlich angelegte Schwaleschleife auf gut 17 Metern aus ihrem unterirdischen Rohrkorsett befreit.

Der Umbau, der den Vorplatz zum Schleusberg städtebaulich kräftig aufpolieren soll, kommt nicht ganz freiwillig: Das künstliche Betonbett der Schleusau unter dem Rasen ist seit Jahren an mehreren Stellen marode. Seit Monaten ist die Bachdecke neben der Zufahrt in die Tiefgarage der Stadthalle wegen Einsturzgefahr mit Pollern gesperrt. „Wir müssen da endlich ran“, verriet ein Statiker dem Courier.

Billig ist die Reparatur nicht. Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker rechnet mit rund 680 000 Euro. Die Parkgestaltung wird mit rund 316 000 Euro veranschlagt. Die Kombination beider Baumaßnahmen erlaubt Schnittker zufolge allerdings Einsparungen von rund 37 000 Euro.

Die Umbauarbeiten sollen in der Woche nach der Holstenköste starten – unter der Voraussetzung, dass bis dahin der Umbau der Wasbeker Straße vollständig abgeschlossen ist. Die Stadt rechnet mit etwa sechs Monaten Bauzeit, wobei der Schleusberg voraussichtlich zweimal für etwa zwei Wochen voll gesperrt werden muss, um die Spundwände in der Uferböschung einrammen und wieder ziehen zu können.

Bei der Gestaltung des dreieckigen Vorplatzes wollen die Landschaftsarchitekten sich stark am umgestalteten Kleinflecken orientieren. Rad- und Fußwege an der Straße Schleusberg sollen mit dem gelben Klinker gepflastert werden, der auch das Bild auf dem Kleinflecken bestimmt. Mehrere Sitzbänke sollen einen freien Blick auf die dann auch zur Südseite wieder freigelegte historischen Brücke zwischen Schleusberg und Stadthallenzufahrt erlauben.

Die neu entstehende Uferböschung zum Museum hin wollen die Planer mit Hecken, Rotbuchen und Ahornbäumen bepflanzen. Zwischen dem begrünten Ufer und dem Museum soll ein neuer Fußweg angelegt werden, der den Schleusberg mit dem Zugang zum Teichufergelände verbindet.

Auch für große Kunst ist auf der kleinen Grünfläche noch Platz. Auf dem verbliebenen Rasenstück vor dem Museum soll der „Doppelwinkel“ des Hamburger Künstlers Jan Meyer-Rogge (77) endlich eine neue Heimat finden, der seit dem Bau des Museums vor dem Stadthalleneingang ein eher trostloses Torso-Dasein fristet. Weil der frei drehbare zweite Winkel des Kunstwerks mit der Fußgängerbrücke zwischen Stadthalle und Museum kollidieren würde, wurde er beim Bau des Museums einfach demontiert und eingemottet. Kleiner Wermutstropfen: Die Versetzung des Kunstwerks und die Wiedervereinigung der Winkel vor dem Museum schlägt noch einmal mit rund 15 000 Euro zu Buche.

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