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Verkehrsprobleme : „Schleife Johannisstraße klappt“, meint die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Bauausschuss lehnt Änderungen zur Verkehrslenkung rund um den Bahnhofsplatz ab. Aber auch eine „erzieherische Maßnahme“ ist noch möglich

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2014 | 06:30 Uhr

Die umstrittene Verkehrsführung im Bereich Kuhberg und Konrad-Adenauer-Platz bleibt vorerst, wie sie ist. Im Bauausschuss scheiterte jetzt ein Vorstoß der CDU, die Neuregelung zu überdenken.

Stadtauswärts fahrende Autofahrer sollen damit auch weiterhin die Schleife Kieler Straße / Johannisstraße nutzen, um den Bahnhofsvorplatz zu entlasten. Nach Einschätzung der Stadtverwaltung funktioniert das zunehmend besser. Die Staus der ersten Tage seien weitgehend verschwunden, denn die Autofahrer hätten sich zunehmend an die neue Regelung gewöhnt, zog Verkehrsplaner Michael Köwer eine Zwischenbilanz. Lediglich der von der Rendsburger Straße stadteinwärts rollende Verkehr bereite noch Probleme. Gegebenenfalls werde die Stadt mit längeren Grünzeiten nachsteuern.

Stadtplaner Bernd Heilmann räumte aber auch ein, dass eine optimale Verkehrslenkung erst mit einer Anbindung des Bahnhofs an die Friedrichstraße möglich sein wird. Die Verlagerung des Bahnhofsverkehrs auf die andere Gleisseite sei Voraussetzung für eine Entzerrung des Verkehrs am Konrad-Adenauer Platz. Ob und wann das allerdings umgesetzt wird, steht noch in den Sternen.

Thomas Michaelis (CDU) mochte die positive Einschätzung in Bezug auf eine Entspannung der Verkehrslage nicht teilen und verwies auf die große Zahl von Autofahrern, die sich trotz der ausgeschilderten „Hauptstrecke“ durch die Johannisstraße noch immer über den Bahnhofsvorplatz quälen, um aus der Stadt heraus zu kommen. In verhängnisvoller Kombination mit dem Baustellenverkehr zum ECE-Parkhaus und der neuerdings gesperrten Kaiserstraße hatten sie in den vergangenen Wochen für teils chaotische Verhältnisse auf dem Adenauer-Platz und darüber hinaus gesorgt (der Courier berichtete).

Stadtplaner Bernd Heilmann deutete an, dass die Stadt bei einer neuerlichen Verschärfung der Lage am Bahnhof die eigentlich unbequemere Alternativroute (vom Kuhberg geradeaus und links herum um den Bahnhofsplatz) auch ganz kappen könne. Auf diese „erzieherische Maßnahme“ wolle man aber gern verzichten, ergänzte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.

Thomas Michaelis mahnte gleichwohl Alternativkonzepte für den Fall an, dass sich die neue „unnatürliche Verkehrslenkung“ beim Autofahrer nicht durchsetzen lasse, konnte sich damit aber nicht behaupten. SPD, FDP und Grüne lehnten den CDU-Antrag ab.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras erinnerte daran, dass die Stadt dem Erbauer der Holsten-Galerie vertraglich zugesichert habe, die Verkehrssituation vor dem Bahnhof bis zum Start des Einkaufszentrums 2015 deutlich zu verbessern. Die Schleifen-Lösung durch die Johannisstraße erlaube es der Stadt, auf einen teuren Umbau des Konrad-Adenauer-Platzes zu einem Kreisverkehr zu verzichten, erklärte der Oberbürgermeister.

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