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Friedrich-Ebert-Krankenhaus : Schlechte Noten: FEK will Qualität weiter ausbauen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Friedrich-Ebert-Krankenhaus reagiert auf die schlechte Bewertung in Befragungen des Internetportals Weiße Liste

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Neumünster | Das schlechte Abschneiden des Friedrich-Ebert-Krankenhauses bei der Untersuchung des Internetportals Weiße Liste hat Konsequenzen. „Wir werden das Qualitätsmanagement weiter ausbauen, die Kommunikation verbessern und die Mitarbeiter noch mehr schulen“, teilte FEK-Sprecherin Maren von Dollen gestern  mit.

Die Weiße Liste ist ein Projekt der Bertelsmann-Stiftung und der Dachverbände der größten Patienten- und Verbraucherorganisationen. Zentrale Grundlage der Informationen  sind die sogenannten strukturierten Qualitätsberichte der Kliniken. Daneben  setzt die Weiße Liste über einen wissenschaftlich ausgearbeiteten Fragebogen besonders auf die Erfahrungen ehemaliger Patienten.  Der NDR wertete die  Liste  mit Stand Juni 2014  aus. Ergebnis:  Von 47 untersuchten Kliniken in Schleswig-Holstein belegte das FEK nur  den drittletzten Platz. Besonders häufig beklagten Patienten eine mangelnde Hygiene. Aber auch die Wartezeiten und die Verpflegung wurden bemängelt. Nur rund 75 Prozent der Gäste waren mit der Auskunft von Ärzten und Pflegern zufrieden (der Courier berichtete).

„Wir wissen, dass wir beim Stichwort Hygiene immer schlecht bewertet werden“, sagte Maren von Dollen. Das liege  oft an den Gegebenheiten im Altbau. „Unterschiedliche Fußböden oder bröckelnder Putz machen eben nicht den besten Eindruck.“ Besserung erwartet sie  durch den Klinik-Neubau. Zudem seien vor Kurzem drei neue Hygiene-Fachkräfte eingestellt worden. Auch beim Umgang mit dem Patienten gebe es im  FEK  Nachholbedarf. Mitarbeiter sollen künftig noch intensiver im Hinblick auf Patientenorientierung  geschult werden.

Rchtig fair findet Maren von Dollen die Weiße Liste   unabhängig vom Ergebnis nicht: „Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Das FEK ist ein Vollversorger und Notfallkrankenhaus. Das kann man nicht mit spezialisierten Privatkliniken oder Häusern mit 21 Betten messen.“ Außerdem decke die Liste nicht alle Abteilungen ab. Eigene Patientenbefragungen fielen regelmäßig besser aus. Und: Die Zahl der Beschwerden ist rückläufig. Gab es 2012 noch 134 und 2013 noch 103, so waren es 2014   noch 93. „Wir gehen jeder Beschwerde mit Sorgfalt nach“, sagte Maren von Dollen.

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