Neumünster : Schlägerei am Bahnhof führt zu Großeinsatz

Ein Großaufgebot der Polizei war nötig, um die prügelnden Rumänen unter Kontrolle zu bringen.
Ein Großaufgebot der Polizei war nötig, um die prügelnden Rumänen unter Kontrolle zu bringen.

Rumänen bekommen sich in Höhe der Unterführung in die Haare, Polizei muss Kräfte von der Autobahn anfordern.

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27. Dezember 2017, 19:40 Uhr

Neumünster | Ein Großaufgebot der Polizei musste gestern Mittag eine Schlägerei unter Rumänen mitten in der Innenstadt auflösen. Gegen 14 Uhr meldeten Bundespolizisten vom Hauptbahnhof mehr als zehn beteiligte Personen, die sich auf der Rendsburger Straße in Höhe Friedrichstraße lautstark stritten und in die Haare bekamen. Darunter waren offenbar auch Kinder und Jugendliche. Dutzende Passanten und Autofahrer sahen mit an, wie die Rumänen sich gegenseitig attackierten. Dabei könnten laut Polizeisprecher Sönke Hinrichs auch eine Eisenstange und eine Flasche eingesetzt worden sein.

Um der Lage Herr zu werden, rasten zahlreiche Funkwagen der Polizei zum Bahnhof. Verstärkung wurde auch vom Autobahnrevier angefordert. Vor dem Reisezentrum der Bahn konnten die fast 20 Beamten schließlich die Gruppe stellen.

Weil eine Frau über Schmerzen geklagt haben soll, wurde vorsorglich ein Rettungswagen angefordert. „Ob die Schmerzen mit dem Streit in Verbindung stehen, ist noch unklar“, so Sönke Hinrichs. Die Frau habe nicht ermittelt werden können. Der Rettungswagen sei daher ohne Patienten wieder abgerückt. Was den Streit auslöste, ist unklar, auch weil die Rumänen keine Angaben machten. „Die Sachverhaltsklärung ist wegen der Sprachbarrieren und nicht vorhandener Kooperationsbereitschaft mit der Polizei etwas schwierig“, erklärte Hinrichs.

Die Beamten nahmen fünf Personen mit auf die Wache, um ihre Daten aufzunehmen. Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts auf eine gefährliche Körperverletzung. Während des Einsatzes war die Rendsburger Straße in Höhe der Bahnunterführung kurzzeitig gesperrt, es kam zu Verkehrsbehinderungen.

Erst im April waren bei einer brutalen Auseinandersetzung unter Osteuropäern auf dem Parkplatz des Tierparks an der Geerdtsstraße vier Personen zum Teil erheblich verletzt worden (der Courier berichtete). Dabei ging es offenbar um Geldforderungen. Auch damals machten Tatverdächtige und Opfer keine Angaben.

Hinrichs erklärte, der Polizei sei bekannt, dass in jüngster Zeit verstärkt Osteuropäer nach Neumünster kommen. Einen Anstieg der Straftaten aus diesem Personenkreis gebe es nicht.

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