Mittelalterliche Kampfhandlungen : Schlacht zwischen Sachsen und Slawen

Dem Ansturm berittener Streiter hatte das Fußvolk häufig nicht viel entgegenzusetzen. Im Schlachtengetümmel im Erlebniswald sorgten die Reiter für eindrucksvolle Bilder aus dem Kampfgeschehen vergangener Tage.
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Dem Ansturm berittener Streiter hatte das Fußvolk häufig nicht viel entgegenzusetzen. Im Schlachtengetümmel im Erlebniswald sorgten die Reiter für eindrucksvolle Bilder aus dem Kampfgeschehen vergangener Tage.

Im Erlebniswald Trappenkamp wurde das historische Ereignis noch einmal gezeigt.

shz.de von
11. Mai 2015, 17:00 Uhr

Daldorf | Im Erlebniswald Trappenkamp ließen die Kämpfer aus dem Projekt Eisenwald sowie befreundete mittelalterliche Kampftruppen am Sonnabend das historische Schlachtengetümmel um Suentana wieder aufleben. Denn irgendwo auf den sandigen sanften Hügeln auf dem Schwentinefeld (Suentana) bei Bornhöved soll das historische Ereignis stattgefunden haben. Die Schlacht um Suentana, 798 nach Christus, war die letzte große Schlacht der Sachsenkriege Karls des Großen, die mit der Niederlage der Sachsen auf dem Suentanafeld bei Bornhöved in die Geschichte einging.

„Vieles, so auch die Namen der Fürsten, die dort in die Schlacht zogen, ist im Dunkel der Geschichte untergegangen“, sagt „Sachsenfürst“ Björn Bunz aus Wahlstedt. Gerald Bunz, alias Einhard, hielt als Chronist König Karls Teile des Geschehens fest. „Mühsam war es, die Geschichtsbrocken und wenigen überlieferten Fakten wieder zusammenzutragen”, erklärte Gerald Bunz.

Gut ein Jahr hatten die Vorbereitungen gedauert, um die Schlacht bei Suentana noch einmal wieder aufleben zu lassen. Jetzt zogen die Mitstreiter zum zweiten Mal auf das Schlachtfeld im Erlebniswald Trappenkamp.

In direkter Nachbarschaft zum großen mittelalterlichen Feld- und Handwerkslager ließen die Streiter und Reiter Schwert, Schild und Lanzen in einer historischen und einer zusätzlichen offenen Feldschlacht aufeinanderprallen. Da hieß es volle Deckung unter einem Schildhaus zu nehmen, wenn die Pfeilsalven der gegnerischen Bogenschützen vom Himmel prasselten. Immer wieder wurde das, was zuvor im „Schöner-Sterben-Workshop“ gelernte worden war, eindrucksvoll auf die Bühne beziehungsweise den Rasen gebracht.

Trotz düsterer Wolken wurde es ein beeindruckendes Spektakel. „Wir lernen immer noch und jeden Tag dazu“, meinte Gerald Bunz, alias Einhard. Passend zu den Schlachten gab es für die Besucher und Zuschauer Waffenschauen, Bogenschießen und Bastelstände für die Kinder und eindrucksvolle Einblicke in das Lager- und Handwerksleben vergangener Tage.

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