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Rendswühren : Schipphorster Schüler sind jetzt Hühnerzüchter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Hühner sind ein Geschenk vom Hof Viehbrook, auf dem unter anderem alte Haustierrassen gehalten werden.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Die Schüler der Schipphorster Außenstelle der Grundschule Wankendorf sind seit Mittwoch stolze Besitzer von vier eigenen Deutschen Sperberhühnern. Die Hühner sind ein Geschenk vom Hof Viehbrook, auf dem unter anderem alte Haustierrassen gehalten werden.

Deutsche Sperber sind eine alte und vom Aussterben bedrohte Haustierrasse, erklärte Kirsten Voß vom Hof Viehbrook bei der Übergabe der drei Hennen und eines Hahns. „Ihr seid jetzt stolze Züchter einer bedrohten Haustierrasse“, meinte Voß zu den begeisterten Schülern. “Au ja, ich will auch Züchterin sein“, rief eine Erstklässlerin. Kuchen wollen sie mit den Eiern backen und auch einmal ein Ei im Unterricht untersuchen. Erst einmal müssen sich die Hühner aber an ihr neues Zuhause gewöhnen, erfuhr Michael Hopp, der keine Scheu zeigte und für das Gruppenfoto ein Huhn auf den Schoß nahm. „Und auch mit den ersten Eiern kann das jetzt dauern“, erklärte Kirsten Voß den Schülern. Die Hennen sind jung und die Tage werden kürzer, da sei ein wenig Geduld gefragt. Und außerdem sind jetzt erst einmal Herbstferien. Da können sich die Hühner an den neuen Stall gewöhnen. Lehrerin Jana Holling versorgt das neue Hühnervolk solange in dem nagelneuen Auslauf, den die Eltern gebaut haben.

Den Hühnerstall haben die Schüler wieder mit hergerichtet. Den gab es schon 1959 als Gemeindevertreter Joachim Blunk, der heute Vorsitzender des Schulausschusses ist, hier zur Schule ging.

Und auch Bürgermeister Dr. Thomas Bahr kann sich noch gut an die Zeit erinnern, als er 1970 in Schipphorst die Schulbank drückte. Seinerzeit war die Hühnerhaltung ein Zubrot für die Lehrer. Heute stehen pädagogische Aspekte im Vordergrund. Längst nicht alle Kinder wissen mehr, wo das Essen herkommt und was alles damit zusammenhängt. Auch die Schipphorster Kinder, die aus den Dörfern kommen, wussten nicht mehr viel über Hühner, meinte Lehrerin Stefanie Tabbert. Das soll sich jetzt ändern. Und im Frühjahr gibt es vielleicht die ersten Kücken.

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