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Absolutes Halteverbot : Schildbürgerstreich am Veit-Stoß-Ring

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zusatzschilder verbieten auf der Umleitungsstrecke auch das Halten in den Parkbuchten, aber keiner weiß, warum

Neumünster | Nicht nur Anlieger am Veit-Stoß-Ring in Ruthenberg reiben sich verwundert die Augen: Während der Sperrung der Plöner Straße bis voraussichtlich zum 28. August ist der Veit-Stoß-Ring als Halteverbotszone ausgeschildert, weil er von den Bussen der Linie 14 und Autofahrern als Umleitung genutzt wird. Allerdings sind auch gleich die Parkbuchten mit dem Verbot belegt worden, und keiner weiß, warum.

Das Halteverbot hatten die Stadtwerke beantragt, damit der Bus auf seiner Umleitungsroute problemlos durch die enge Zone-30-Wohnstraße kommt. Das weiße Zusatzschild des Halteverbots nennt die Gültigkeit: „ab 17.08.15“ – und bedeutet mit dem durchgestrichenen Pkw auf dem Seitenstreifen, dass das Halteverbot auch die Parkbuchten betrifft. Doch das ist gar nicht im Sinne des SWN-Busbetriebs. „Uns geht es darum, dass wir sauber durchkommen. Der Parkstreifen kann aus unserer Sicht benutzt werden. Hauptsache, es wird nicht auf der Straße geparkt“, sagte Fahrdienstleiter Klaus Brandt zum Courier.

Das sei jetzt eine ganz andere Situation als 2012, als die Altonaer Straße gesperrt war und der Busverkehr durch den Haart geleitet wurde. „Damals benutzten Autofahrer die Parkbuchten nicht korrekt. Sie standen zum Teil auf der Straße, oder die Spiegel ragten auf die Straße. Gerade in der engen Kurve passte der Bus nicht mehr durch“, sagte Klaus Brandt. Die VHH, die damals noch für den Busverkehr zuständig waren, beantragten deshalb seinerzeit, die Parkbuchten am Haart zu sperren. Am Veit-Stoß-Ring ist das nicht nötig. Brandt: „Wir wollen keinem Autofahrer den Parkplatz wegnehmen.“

Auf Courier-Nachfrage teilte Stadtsprecherin Janin Stolten mit: „Das Halteverbot bezieht sich nur auf den fließenden Verkehr, sprich: die Straße. Und nicht auf die Parkbuchten.“ Nach Aussage ihres zuständigen Kollegen solle die Beschilderung das auch deutlich machen, sagte Janin Stolten: „Also: Parkbuchten dürfen selbstverständlich genutzt werden.“

Dann ist aber die Beschilderung definitiv falsch. Man darf gespannt sein, ob dort Knöllchen verteilt werden.

 

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erstellt am 20.Aug.2015 | 09:30 Uhr

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