Schicksal der Linde: Bürger sind gefragt

Carola Ketelhodt, Bürgermeister Ronald Büssow und Lia Bunke (von links) freuen sich schon auf viele Vorschläge und Meinungen aus der Bordesholmer Bevölkerung.
Carola Ketelhodt, Bürgermeister Ronald Büssow und Lia Bunke (von links) freuen sich schon auf viele Vorschläge und Meinungen aus der Bordesholmer Bevölkerung.

Vorschläge können bis zum 10. September eingereicht werden

shz.de von
16. August 2018, 10:00 Uhr

Von der fast 700 Jahre alten Linde in Bordesholm ist nicht mehr viel übrig. Was soll jetzt mit dem Wahrzeichen der Gemeinde passieren? Die Bürger können ihre Vorschläge einreichen.

Der alte Baum war schon seit Jahren marode, durch den Brandkrustenpilz teils zerstört. Am 29. Mai stürzte ein großer Ast herab, weitere Äste mussten gekappt werden. Jetzt schützt ein Bauzaun den Baumrest. Mit persönlichen Schreiben an den Bürgermeister haben einige Bürger ihre Meinung und Vorschläge kundgetan. Auch in der Bordesholmer Verwaltung und bei den Parteien hat man sich Gedanken gemacht, wie es weitergehen könnte. Bordesholms Bürgermeister Ronald Büssow (SPD) will die Bürger am Schicksal der Linde und der Gestaltung des Platzes um die Gerichtslinde herum beteiligen. Grundlegende Fragen wurden laut Büssow im Vorfeld abgeklärt: Die Sporen des Brandkrustenpilzes sind überall in der Natur und im Erdreich vorhanden, doch sie entwickeln ihre zerstörerische Kraft nur an schon geschwächten Bäumen. Junge Bäume, falls man sich für diese Variante entscheiden sollte, werden nicht angegriffen. Zur Sicherheit würde dann aber auch ein Bodenaustausch um die neue Linde herum gemacht werden.

„Sollte die alte Linde weiter dort stehen bleiben, steht natürlich die Verkehrssicherheit an erster Stelle“, versicherte die Umweltausschussvorsitzende Carola Ketelhodt (Grüne). „Die alte Linde stehen lassen und in drei Metern Abstand eine neue Linde, zum Beispiel einen Setzling der alten Linde, pflanzen, ist auch eine Möglichkeit“, erklärt Ronald Büssow. „Alle drei bisher angesprochenen Varianten, alte Linde stehen lassen, alte Linde entfernen und eine neue Linde pflanzen sowie alte Linde stehen lassen und eine neue Linde daneben pflanzen, sind auch nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde und des Landesdenkmalamtes möglich“, versicherte Umwelttechnikerin Lia Brunke.

Bis zum Montag, 10. September, können Bürger ihre Ideen an den Bordesholmer Bürgermeister per Mail an ronald.büssow@bordesholm.de, Tel. 0 43 22 / 69 51 40 und auch an Lia Brunke, lia.brunke@bordesholm.de, Tel. 0 43 22 / 69 51 56, übermitteln.

Am 20. September findet eine Sondersitzung des Umweltausschusses und des Sozialausschusses statt. In dieser Sitzung werden alle Vorschläge erörtert.


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