Neumünster : Schenkelklopfer mit Niveau

Ein Schalk mit Ruhrpott-Charme: Markus Krebs brachte die Holstenhalle zum Kochen.
1 von 2
Ein Schalk mit Ruhrpott-Charme: Markus Krebs brachte die Holstenhalle zum Kochen.

Comedian Markus Krebs begeisterte mit seinem Programm „Permanent Panne“ rund 3300 Zuschauer in der Holstenhalle.

shz.de von
19. Mai 2018, 11:00 Uhr

Am Donnerstagabend gab sich „der Mann hinter dem Bauch“ alias Markus Krebs in der Holstenhalle die Ehre und verabreichte den rund 3300 Besuchern eine zweistündige Lachkur. Wenn sich völlig Fremde gegenseitig in die Rippen stoßen, sich selbst und auch ihren Sitznachbarn auf die Schenkel hauen, Tränen aus dem Gesicht wischen und sich vor lauter Lachen unter Atemnot krümmen, dann muss das Programm schon eine Wucht sein.

Markus Krebs lieferte in „Permanent Panne“ auch eine Abfolge von unglaublichen Witzen. Ob es um die Ex-Freundin, die Kumpel oder den Kleingartenverein ging – der Ruhrpottler machte Witze auf Niveau. Der Mann schien direkt aus der Kneipe zu kommen, mit Sonnenbrille, Schlabberhemd über dem hart antrainierten Bierbauch und mit „Ruhrpott“ bestickter Pudelmütze kam er auf die Bühne und stellte erst einmal ein Flasche Bier auf dem Tisch ab. Dann plauderte er los. Ganz locker, mal vom Hocker, mal im Gehen, und immer auf der Kumpelebene. Dabei wirkte er durchweg authentisch und amüsierte sich selbst köstlich über die Szenen, die er schilderte.

Markus Krebs‘ Humor kommt nicht aus dem Elfenbeinturm, sondern speist sich aus dem Allzumenschlichen, und dafür liebten die Zuschauer ihn. „Ich schmeiß‘ mich weg, er ist der absolute Hammer! Ich kenne ihn aus dem Fernsehen und liebe seinen Humor, weil er Dinge aus dem Alltag aufgreift“, meinte etwa Freya Solterbeck aus Sophienhamm bei Rendsburg.

Als Markus Krebs sich ins Publikum mischte und spontan auf die Zuschauerrufe zum Holstein-Kiel- Spiel einging, sah der Fan Nils Hagner (19) seine Chance gekommen. „Ich kam eben von der Toilette und hab gesehen, dass er die Bühne verlassen hatte. Dann bin ich einfach zu ihm hingegangen, hab ihn umarmt und ihm gesagt, dass ich ihn unglaublich gut finde. Das war ein Traum, der in Erfüllung ging“, meinte der frisch gebackene Abiturient in der Pause. Er war mit seinem besten Freund Steffen Dubbels (18) aus Stade gekommen und schwärmte vom Markus-Krebs-Effekt: „Abends zum Einschlafen höre ich seine Shows, die kenne ich in- und auswendig, so schlafe ich gut gelaunt ein.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen