Neujahrsempfang : Schausteller spüren leichten Aufwind

Das Rad dreht sich wieder schwungvoller: Schausteller-Präsident Ludolf Fock (von rechts) begrüßte gestern beim Neujahrsempfang unter anderem Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek, Dieter Fehlauer, den Vorsitzenden des Verbandes Westküste/Heide, sowie Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.
Das Rad dreht sich wieder schwungvoller: Schausteller-Präsident Ludolf Fock (von rechts) begrüßte gestern beim Neujahrsempfang unter anderem Stadtpräsident Friedrich-Wilhelm Strohdiek, Dieter Fehlauer, den Vorsitzenden des Verbandes Westküste/Heide, sowie Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.

Im vergangenen Jahr kamen wieder mehr Besucher auf die Jahrmärkte. In diesem Frühjahr soll es einige besondere Attraktionen geben.

shz.de von
10. Januar 2015, 09:00 Uhr

Neumünster | Die Schausteller blicken optimistischer als noch in den vergangenen Jahren in die Zukunft. „Es kommen wieder mehr Menschen auf die Jahrmärkte, und sie geben auch wieder mehr Geld aus“, erklärte Schausteller-Präsident Ludolf Fock gestern beim „Markt der Möglichkeiten“, dem traditionellen Neujahrsempfang des reisenden Gewerbes im Landgasthof Wilhelmsruh. Rund 80 Gäste konnte er zum geselligen Beisammensein, Austausch und anschließendem Essen begrüßen.

Sorgen bereiten den Schaustellern vor allem weiter steigende Kosten, besonders für die Müllentsorgung und die Sicherheit. „Wir haben schon angefangen, Müll zu trennen. Außerdem werden wir in diesem Jahr gerade für die Neumünsteraner Märkte noch mehr Sicherheitspersonal engagieren, damit sich alle Gäste wohl fühlen. Denn der Jahrmarkt ist ein fröhliches Fest für die ganze Familie“, sagte Fock. Er spielte damit auf Zwischenfälle im vergangenen Jahr an. Sowohl im Frühjahr als auch beim Herbstmarkt hatten sich Jugendliche Schlägereien geliefert. Dabei wurde mindestens eine Person verletzt (der Courier berichtete).

Ein zusätzliches Problem sind die Auflagen für die Fahrgeschäfte. „In Deutschland werden die immer weiter verschärft. Deshalb ist zu befürchten, dass manche Attraktionen gar nicht mehr aufgestellt werden können. Auch eine Handvoll Kollegen aus Schleswig-Holstein sind davon betroffen“, bemängelte Fock eine zunehmende Bürokratie der Aufsichtsbehörden. Lob gab es dagegen für die Stadt, die die Gebührenschraube nicht weiter angezogen habe.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras erklärte in seinem Grußwort, der Jahrmarkt habe eine Tradition, Neumünster sei eine Schaustellerstadt. „Wir als Stadt können aber immer nur die Rahmenbedingungen setzen.“ Die wegen der Musik-Gebühren verkleinerte Holstenköste habe zu keinen Nachteilen für die Schausteller geführt, meinte der OB.

Ludolf Fock versprach für dieses Jahr noch attraktivere Märkte: „Gleich im Frühjahr wird es mit einigen neuen Karussells richtig hoch hergehen.“

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