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Holsteinischer Courier

18. Dezember 2017 | 06:15 Uhr

Holstenhallen : Schaulaufen der schönsten Rinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

3500 Gäste besuchten die Veranstaltung „Neumünster am Abend“ der Rinderzucht Schleswig-Holstein.

Neumünster | Wenn die Verbands- und Nachzuchtschau der Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH) ansteht, zieht es alle zwei Jahre Züchter und Interessierte aus dem In- und Ausland zu Tausenden in die Holstenhallen. 3500 Besucher sorgten jetzt bei „Neumünster am Abend“ für ein vielsprachiges Stimmengewirr auf den dichtbesetzten Rängen.

Bei den Fachsimpeleien auf Deutsch, Englisch oder auch Polnisch drehte es sich allenthalben um die besten Bullen, den harmonischsten Körperbau der Kühe sowie um Euter und Co. Insgesamt wurden rund 400 Schwarzbunte, Rotbunte und Angler Elitekühe vorgeführt und von den versierten Richtern nach strengen Kriterien gerichtet. Am Ende konnte sich schließlich Christian Fischer aus Brunsbek im Kreis Stormarn über den begehrten Titel des Grand Champion für seine Kuh Nanina freuen.

Einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung stellte wieder die Präsentation der Nachzuchtgruppen dar. „Vorgestellt werden Töchter der aktuellen Spitzenbullen, damit sich die Züchter ein Bild vom zu erwartenden Nachwuchs der Vererber machen können“, erklärte dazu die Pressesprecherin der RSH, Melanie Gockel. Bei diesem „Schaulaufen“ mussten die Vorführer allerdings einige Male kräftig Hand anlegen, um eine ausgebüxte Kuh wieder einzufangen. Denn so manchem Tier war die große Kulisse wohl doch nicht so ganz geheuer.

Bevor es jedoch für die vierbeinigen Stars zum Auftrieb in die Halle ging, ließen deren Besitzer nichts unversucht, um ihre Schönheiten ins rechte Licht zu setzen. In den Ställen wurden die Tiere noch einmal eifrig geputzt, gekämmt und gebürstet. Und für den „letzten Schliff“ waren sogar wieder einige international gefragte Kuh-„Fitter“ (Kuh-Friseure) eingeflogen worden. Zu diesen gehörten auch Steve McLoughlin aus Irland und Pat Neeren aus Amerika. Beide arbeiten weltweit und sind sozusagen in jedem Stall zuhause. „Wir freuen uns, dass Pat Neeren sich in diesem Jahr für Neumünster entschieden hat. Denn eigentlich ist er zu dieser Zeit immer Australien“, berichtete Melanie Gockel.

Aileen (10), Jes Heinrich (9) und Rike-Mayleen (7) aus Beidenfleth (Kreis Steinburg) hatten für solche Feinheiten wegen leichten Lampenfiebers keinen Blick. Denn die Jungzüchter hatten die ehrenvolle Aufgabe, dem Publikum die Kälbchen der traditionellen Verlosung vorzustellen.


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