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Wetterkapriolen : Schafskälte hat die Stadt fest im Griff

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Aprilwetter zum Sommerbeginn: Es ist kalt und regnerisch.

von
erstellt am 20.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer ...“, trällerte Rudi Carrell weiland 1975. Viele Neumünsteraner werden ähnlich empfinden. Zwar beginnt morgen laut Kalender der Sommer, aber davon ist wenig zu spüren. Die Schafskälte (siehe Info-Kasten) hat die Stadt fest im Griff.

In der Gastronomie blieben die Sonnenschirme eingeklappt und die Stühle im Freien verwaist. Sönke Thieme, der Wirt vom Klatsch-Palais, nahm’s gelassen: „Geduld ist angesagt. Wir bekommen noch einen guten Sommer.“ Auch im Bad am Stadtwald tummelten sich nur hartgesottene Gäste wie Ute Schonlau aus Luhnstedt in den Außenbecken. „Das Wasser ist doch warm, und man kann schön seine Bahnen ziehen. Es ist ja fast leer“, sagte sie. „Für das Training ist das optimal“, sagte Jürgen Gosch aus Neuenrade, der seinen Filius Jesse (11) beim Triathlontraining zur Seite stand.

Badleiter Tom Keidel sieht in der kalten Witterung kein Problem. Das Wasser im Sportbecken ist beheizt und hat lauschige 27 Grad. „Solange die Sommerferien nicht begonnen haben, hat ja auch das Hallenbad geöffnet“, sagte Keidel. Und das werde gut angenommen. Am Donnerstag zählte das Bad 1200 Gäste, ein guter Wert.

„Schlechtes Wetter ist für uns gutes Wetter. Der Besuch ist zurzeit ganz gut“, sagte Dorothe Jacobs vom Museum Tuch  +Technik. Wenn es zu warm ist, zieht es die Menschen eher an den Strand als ins Museum. „2014 gab es einen Top-Sommer, das haben wir dann umgekehrt gemerkt“, so Jacobs.

Im Gerisch-Skulpturenpark zeigte sich Brigitte Gerisch nicht unzufrieden. „Es ist kalt, aber was soll’s. Die Besucher schreckt das nicht ab“, sagte sie. Die Frühjahrsblüte sei zwar vorbei. „Aber der Garten findet zu jeder Jahreszeit seine Liebhaber. Das überbordende Grün ist einfach schön“, sagte Brigitte Gerisch.

Auch im Tierpark an der Geerdtsstraße gibt sich Verwaltungsleiterin Viola Effenberger gelassen: „Schlechtes Wetter ist für uns eher am Wochenende kritisch. Die Schul- und Kitakinder in der Woche sind hart im Nehmen. Wenn die einen Ausflug geplant haben, dann kommen die auch.“ Tierpark-Chefin Verena Kaspari friert dagegen nach einem Ausflug an die Mosel. Herrschten dort an die 30 Grad, ist es in Neumünster bestenfalls halb so warm. Im Tierpark ist die Schafskälte sogar am Nachwuchs zu spüren. Die Tiere zögern Geburten hinaus, bis es wieder wärmer ist.

 

 

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