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Wasbek : Schafe und Füchse liefen in die Fotofalle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Gerät, das im Wald bei Wasbek aufgestellt wurde, bleibt noch hängen.

von
erstellt am 05.Feb.2014 | 10:45 Uhr

Seit vier Monaten hängt eine Fotofalle in der Gemarkung Prehnsfelde. In der Nähe war ein Schaf gerissen worden (der Courier berichtete). Obwohl nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, ob das Schaf von einem Wolf getötet wurde, wird die Gegend weiterhin per Fotofalle überwacht. Schafe und Füchse wurden auf der Kamera bisher per Bild eingefangen.

„Einmal haben wir die Wasbeker Fotofalle bisher ausgelesen. ein wolfsähnliches Tier war nicht darauf zu sehen“, erklärt Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck, Geschäftsführer des Wildparks Eekholt und einer der anerkannten Wolfsbetreuer in Schleswig-Holstein. Per Bewegungsmelder wird die Kamera ausgelöst. Besonders spannend sind Aufnahmen, die nachts und in der Dämmerung geschossen werden, dabei kommt ein Infrarotblitz zum Einsatz, der nicht grell leuchtet. 5000 bis 10 000 Bilder können auf dem Chip sein. „In Wasbek waren es etwa 300 Bilder, und hier hatten wir die Einstellung so gewählt, dass mit jedem Auslösen zehn Fotos gemacht werden“, sagt von Schenck. Einmal im Monat oder in einem akuten Fall auch täglich werden die Fotofallen ausgewertet. 16 dieser Apparate, die zwischen 200 und 600 Euro kosten, besitzt der Wildpark Eekholt, teils selbst, teils vom Land finanziert.

Auf einem der Bilder aus der Wasbeker Fotofalle war zu sehen, dass ein Fuchs durch einen Wildzaun gelangen konnte. Die Wolfsbetreuer nehmen dann Kontakt mit den Besitzern des Zauns auf, in diesem Fall mit einem Schäfer, und beraten, wie die Tiere besser geschützt werden können. „Hier handelte es sich aber um einen gut gemachten Zaun: ein ein Meter hoher Wildknotenzaun. Da hat ein Wolf keine Chance“, berichtet von Schenck.

Reißt dennoch ein Wolf ein Tier, dann gibt es für den Züchter eine Entschädigung vom Land und die Wolfsbetreuer versuchen, unter anderem per Fotofalle zu erkunden, ob sich das Tier noch in der Gegend aufhält. Bleibt ein Wolf seinem Standort über lange Zeit treu, dann gibt es auch Herdenschutzpakete für betroffene Züchter.

Die Fotofalle in Wasbek soll ein weiteres Mal ausgewertet werden, dann wird entschieden, ob sie noch hängen bleibt.

Mehr Infos über den Wolf gibt es im Wildpark Eekholt übrigens am kommenden Wochenende. Eekholt ist auch Wolfsinformationszentrum für Schleswig-Holstein. Die Wolfsnächte am Sonnabend, 8. Februar, und am Sonntag, 9. Februar, jeweils ab 14 Uhr, bieten zahlreiche Aktionen rund um den Wolf, inklusive großer Wolfsfütterung um 18.30 Uhr.

 

www.wolfsbetreuer.de



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