Müllsammel-aktion : Sauber, Neumünster!

Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger  ist Schirmherrin der Aktion und packte im Vicelinviertel mit an und hielt Fesal (links) und Ayshe den Müllbeutel auf.
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Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger ist Schirmherrin der Aktion und packte im Vicelinviertel mit an und hielt Fesal (links) und Ayshe den Müllbeutel auf.

Hunderte Bürger beteiligen sich an der Courier-Aktion. In allen Stadtteilen wurde Müll gesammelt

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15. April 2018, 19:00 Uhr

Neumünster | Da hätte auch das Wetter ruhig ein bisschen bessere Laune haben können. Hunderte Bürger beteiligten sich gestern trotz Nieselregens bei der Premiere der Courier-Aktion „Wir machen Neumünster sauber“. Zwei Stunden lang wurde in der Stadt Müll gesammelt, was das Zeug hält. Am Ende kamen neun große Container mit Plastik- und Glasflaschen, Zigarettenkippen, Reifen und Schläuchen, Papier und vielen weiteren ekligen und weniger ekligen Kuriositäten zusammen (siehe auf den folgenden Seiten). Diese werden heute vom Technischen Betriebszentrum gewogen. Die Aktion war auch Teil der Kampagne „Let’s clean up Europe!“

Schirmherrin Anna-Katharina Schättiger zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Neumünsteraner. „Ich danke allen Helfern“, sagte die Stadtpräsidentin auf ihrer Rundtour durch die einzelnen Stadtteile. Die Aktion mache deutlich, dass man gemeinsam viel für die Umwelt und die Außenwirkung der Stadt erreichen könne. Erstmals beteiligten sich alle Stadtteile beim Müllsammeln. Viele Organisationen, Freiwillige Feuerwehren und Firmen nahmen teil. Spontan bildeten sich Nachbarschaftsgruppen, auch Kitas und Sportvereine waren dabei. Groß und Klein machten mit Handschuhen, Müllbeuteln und Greifern mit.

Über 50 Unternehmen aus Neumünster unterstützten die Erstauflage von „Wir machen Neumünster sauber“ als Sponsoren (siehe Seite 9) und zeigten damit, dass ihnen Umweltschutz und ihre Heimatstadt am Herzen liegen. Das gesammelte Geld wird nun für nachhaltige Umweltprojekte an die Stadtteilbeiräte übergeben.

Und nicht nur das: Es gründeten sich sogar neue Projekte. So wird es in Ruthenberg dank „Wir machen Neumünster sauber“ eine neue Jugendgruppe des Naturschutzbundes geben. Mit angestoßen hat das auch Dietrich Mohr, Leiter der Ruthenberger Rasselbande. Er lobt: „Auf der einen Seite ist es schön so viel ‚Beute‘ zu machen, auf der anderen, grausam zu sehen, wie Menschen mit ihrer Umwelt umgehen. Wir haben ja ein sehr gutes und flächendeckendes Entsorgungssystem. Da ist es völlig unnötig, Müll in die Natur zu werfen und damit Mensch und Tier zu gefährden“, sagte er.

Fest steht nach diesem Erfolg, dass es mit „Wir machen Neumünster sauber“ weitergehen wird. „Wir würden uns über eine Wiederholung freuen, vielleicht schon im Herbst, es liegt noch genug rum und die Tiere, die sich in die Winterruhe begeben, könnten darauf vorbereitet werden und müssten sich nicht den Unrat als Unterschlupf dafür nehmen“, sagte Mohr. Eine Idee, die gestern öfter geäußert wurde. Einige Helfer fragten auch, ob man die Aktion nicht auf das Umland ausdehnen könne.

Viele Teilnehmer kamen beim Sammeln ins Gespräch über das Thema Abfall und Abfallentsorgung. Einhelliger Tenor in allen Stadtteilen war gestern dabei, dass die Hundekot-Beutel wieder abgeschafft werden sollen. „Früher lag zwar der Kot auf der Straße, der war nach zwei Regenschauern aber auch wieder weg. Jetzt schmeißen die Leute den Kot zwar in den Plastik-Beutel, der Beutel landet aber im nächsten Knick“, erklärte eine Teilnehmerin und erhielt dafür viel Zustimmung.

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