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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 06:13 Uhr

Rendswühren : Satzung soll verbessert werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Straßenreinigung und Glasfaserausbau waren Themen in Rendswühren. Eine Familie aus dem Irak lebt im Dorf.

Rendswühren | Die gute Nachricht von Bürgermeister Dr. Thomas Bahr während der Rendswührener Einwohnerversammlung am Dienstag: Es wird ein Glasfasernetz in Rendswühren geben, im günstigsten Fall im Jahr 2020. Seit Dienstag läuft jetzt eine europaweite Ausschreibung für den Netzausbau im Plöner Zweckverband. „An dem Verband sind zurzeit 46 Gemeinden beteiligt, die wenig Aussicht auf eine Versorgung durch private Anbieter haben“, erklärte Bahr. Räume mit schwacher Besiedelung seien wenig attraktiv für Privatunternehmen. Allerdings benötige auch der Zweckverband eine Anschlussquote von 60 Prozent.

Ein weiteres Thema war der Kindergarten. Hier, so Bahr, setze er insbesondere für die Zukunft der Waldkindergartengruppe auf eine positive Entscheidung des Petitionsausschusses. Dabei geht es um den Erhalt des Standortes des Aufenthaltswagens für die Kinder im Wald (der Courier berichtete). Insgesamt besuchen zurzeit 35 Kinder die zwei Regelgruppen, 11 Kinder die U3-Gruppe und 18 die Waldgruppe. „Besonders die U3-Kinder nehmen deutlich zu“, sagte Bahr. Für 2016 wurden bereits zehn neue U3-Kinder angemeldet. Im Schnitt sind die Kinder dieser Gruppe etwa 1,4 Jahre alt. Wie angekündigt, sollen die Elternbeiträge 2016 noch einmal steigen. Allerdings bleibt die Anhebung der Elternbeiträge unter den ursprünglich angestrebten 30 Prozent. Die Beiträge sollen um zehn Prozent des derzeitigen Beitrags von 25,8 Prozent angehoben werden. Das entspreche dann 28 Prozent der Gesamtkosten.

Dann ging es um die Straßenreinigung. Die geplante Satzung dazu soll in der Gemeindevertretung noch einmal auf den Prüfstand. Schneeräumung, die Reinigung von Rad- und Gehwegen oder auch die Zuständigkeit für die Knickpflege sind in der Flächengemeinde nicht immer ganz einfach. Zwar funktioniere die Straßen- oder Gehwegreinigung durch die Anlieger besonders in den geschlossenen Ortslagen gar nicht so schlecht, trotzdem fehle häufig die rechtliche Grundlage. So etwa, wenn sich Bürger über Bewuchs auf Gehwegen oder in diese hineinragende Büsche beklagen und er als Bürgermeister ohne Vorliegen einer Satzung wenig Handhabe außer einem persönlichen Gespräch habe. Günter Ahmling aus dem Ortsteil Hollenbek-Neuenrade sprach aus, was einigen der 50 Gäste anzusehen war, die über die Formulierung „und Tierkot“ bei der Wegereinigung gestolpert waren. „Ich bin nicht bereit, den Hundekot zu beseitigen“, meinte Ahmling. Wie Thomas Bahr erklärte, seien einige Punkte in dem Entwurf durchaus zu diskutieren. Zusätzlich sollen Entsorgungsstationen für Hundekot aufgestellt werden.

Außerdem berichteten Bahr und der Leitende Verwaltungsbeamte Ralf Bretthauer über die Flüchtlingssituation. Zurzeit halten sich 90 Flüchtlinge im Amtsgebiet auf. Bis Jahresende muss mit 50 weiteren Schutzsuchenden gerechnet werden. Angekündigt sind bis zu 100 Asylsuchende, die im Amtsgebiet untergebracht werden müssen. „In Rendswühren wohnt bisher nur eine Familie aus dem Irak“, sagte Bahr. Ein Problem bleibe die Wohnungssituation. Noch gebe es fünf Wohnungen im Amtsgebiet. „Spätestens ab Februar wird es richtig eng mit der Versorgung“, meinte Bretthauer.

Am 30. November um 19 Uhr findet im Gemeindehaus der Bokhorster Kirchengemeinde ein Informationsabend zur Flüchtlingshilfe statt. 12 Helfer haben sich bereits zusammengefunden. Themen sollen unter anderem die Koordination von Hilfen, Patenschaften, Fahrdienste oder auch die Einrichtung einer Fahrradwerkstatt sein. Ansprechpartner ist Hermann Marsian, Tel. 0 43 94/5 07.  


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