Wasbeker Strasse : Sattelzug blieb an der Brücke hängen

Handarbeit: Um den Lkw leichter bewegen zu können, versuchen Oliver Geertz und sein Kollege Jan-Peter Wriedt vom Bergungsunternehmen Möller, den Auflieger sicher abzusenken.
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Handarbeit: Um den Lkw leichter bewegen zu können, versuchen Oliver Geertz und sein Kollege Jan-Peter Wriedt vom Bergungsunternehmen Möller, den Auflieger sicher abzusenken.

Ein 23-Tonnen- Sattelschlepper hat am Montagabend die Eisenbahnbrücke in der Wasbeker Straße gerammt. Der Bahnverkehr war eine Stunde unterbrochen.

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13. Mai 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Ein festgefahrener Sattelzug aus Polen hat am späten Montagabend rund zwei Stunden lang die Wasbeker Straße in der Innenstadt blockiert; der Lkw war in der Bahnunterführung an der Linienstraße hängen geblieben.

Der Fahrer des Sattelzugs hatte gegen 20.20 Uhr offenbar das Höhenlimit vor der Brücke übersehen und war ungebremst in die Unterführung gerauscht. Dabei prallten die Leichtmetall-Aufbauten des Lkw-Aufliegers gegen die Brückenträger und rissen ein. Um die Brücke auf mögliche Schäden untersuchen zu können, wurde der Bahnverkehr vorübergehend eingestellt. Erst nach einer guten Stunde wurde die Strecke wieder freigegeben. Man habe keine gravierenden Schäden an Brücke oder im Gleisbett feststellen können, sagte ein Bahntechniker. Auch die Statik der Brücke sei okay.

Experten des Bergungsunternehmens H.  P.  Möller koppelten unterdessen zunächst die Zugmaschine ab und schoben den rund 23 Tonnen schweren Auflieger dann vorsichtig zurück auf den Parkplatz neben dem Fahrradgeschäft Hansen. Um das Fahrzeug tiefer zu legen, hatten die Techniker dafür den Reifendruck des Anhängers gesenkt. Der demolierte Sattelzug musste abgeschleppt werden. Der Fahrer blieb unverletzt. Ihn erwartet eine Ordnungswidrigkeitsanzeige sowie eine Rechnung über die entstanden Kosten.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten sperrte die Polizei für etwa zwei Stunden sowohl die Wasbeker als auch die Linienstraße. Zahlreiche Schaulustige verfolgten die Bergungsarbeiten und machten Handy-Fotos. „Solche Schauspiele haben wir in letzter Zeit öfter“, spielte ein Anwohner auf ähnliche Unfälle in den vergangenen Monaten an.

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