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Holsteinischer Courier

20. November 2017 | 07:09 Uhr

Neuer Eigentümer : Sanierungspläne fürs Karree

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Hamburger Investor ist neuer Eigentümer des früheren WVW-Quartiers zwischen Wasbeker, Werder- und Wilhelmstraße. Heute herrschen dort graue Putzfassaden. Das könnte sich ändern. Auch das Hansa-Haus wird saniert.

von
erstellt am 17.Okt.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | Die Arbeiten am eingerüsteten Hansa-Haus zeigen es: Es tut sich etwas im Quartier des früheren Arbeiterbunds zwischen Wasbeker Straße, Hansaring, Werder- und Wilhelmstraße. Das Karree mit den Backsteinhäusern aus den 1920er-Jahren gehört inzwischen aber nicht mehr dem Arbeiterbund-Rechtsnachfolger Wohnungsvermietung West (WVW). „Wir haben an einen Hamburger Investor verkauft, der das Bestreben hat, alles zu sanieren“, sagte WVW-Chef Jan Edsen.

„Das Dach des Hansa-Hauses ist fast fertig saniert. Noch in dieser Woche soll das Gerüst abgebaut werden“, sagte Alexandra Förstner von der Gutachterkanzlei Klosterstraße. Ihr Unternehmen ist vom Investor mit der Planung und Überwachung der Sanierung betraut worden und hat direkt an der Ecke Hansaring/Wasbeker Straße ein Baubüro eingerichtet.

Geplant sei „ein bunter Mix, sozialverträglich, keine Luxussanierung“, sagte Alexandra Förstner. Der Sanierungsplan werde zurzeit gemeinsam mit der Stadtplanung und dem Denkmalschutz entwickelt. Nicht nur das Hansa-Haus am Hansaring steht unter Denkmalschutz. Dieser Status gelte für zwei Drittel des Bestands, etwa 200 Wohneinheiten – „innen wie außen“, so Alexandra Förstner: „Das macht die Sanierung nicht einfach.“

Inzwischen seien zwei Einheiten als Musterwohnungen saniert worden. „Wir haben so gut wie keinen Leerstand“, sagte Alexandra Förstner. Selbst zurzeit nicht bewohnte Einheiten seien schon vermietet. Förstner: „Die Nachfrage im Quartier ist gigantisch.“

Für das Hansa-Haus gebe es viele Ideen, die allerdings noch nicht spruchreif seien, sagte Alexandra Förstner . Bewerbungen von potenziellen Nutzern seien willkommen. Das Traditionshaus mit Saalbetrieb war 2014 durch einen Brand stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die juristische Aufarbeitung endete erst vor zwei Wochen mit einem Freispruch für die beiden Beschuldigten, die sich wegen des Verdachts der Brandstiftung vor dem Kieler Landgericht verantworten mussten (der Courier berichtete).

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