Gemeinschaftsschule Einfeld : Sanierung zwecklos, Neubau muss her

Schulleiterin Gunhild Cordts weist auf die Pavillons, die  wohl nur noch abgerissen werden können. Eine Sanierung lohnt nicht.
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Schulleiterin Gunhild Cordts weist auf die Pavillons, die wohl nur noch abgerissen werden können. Eine Sanierung lohnt nicht.

Pavillons der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld müssen abgerissen werden. Statiker kontrollieren regelmäßig die maroden Flachdächer

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20. November 2013, 08:00 Uhr

Der Sanierungsstau an der Grund- und Regionalschule Einfeld ist überall zu spüren – und wohl nicht mehr aufzulösen. Die teils 62 Jahre alten Pavillons können nur noch abgerissen werden und müssen durch Neubauten ersetzt werden. Für die Bauzeit müssen etliche Klassen ausgelagert und in Containern unterrichtet werden.

Durch die Fensterfronten der ungedämmten Trakte zieht es. In manchen Räumen haben Baumwurzeln das Fundament und den Parkettfußboden angehoben. Gravierender ist jedoch der marode Zustand mancher Dächer. Es leckt durch. „Die Fachleute des Baudezernats stellten fest, dass sich das Dach neigt. Statiker schlugen die Hände über dem Kopf zusammen“, sagte Schulleiterin Gunhild Cordts.

Bei Schneelasten von mehr als zehn Zentimetern müssen die Dächer sofort vom Schnee geräumt werden. Zur Panik bestehe aber kein Anlass. Die Pavillon-Dächer werden regelmäßig von den Statikern kontrolliert. „Wenn es gar nicht mehr geht, werden sofort Container aufgestellt“, sagte Gunhild Cordts.

Bedenklich ist vor allem der Zustand der drei Pavillons der früheren Grund- und Hauptschule. Die Pavillons im Bereich der ehemaligen Realschule müssen energetisch saniert werden. Betroffen sind insgesamt zwölf Klassenräume. Auch der sogenannte Turm, in dem Fachräume und die betreute Grundschule untergebracht sind, dürfte nicht zu retten sein. Hier fordert der Brandschutz eine Sanierung. Cordts: „Wenn eine Sanierung teurer als ein Neubau kommt, ist es richtig, diesen Schritt zu machen – und das möglichst schnell.“

CDU-Ratsfrau Britta Einfeldt wurde von Eltern auf das Thema angesprochen und nennt das „erstaunlich“. Einfeldt: „Keiner kennt die konkreten Pläne.“ Sie möchte der Sache auf den Grund gehen und hat für die nächste Sitzung des Schulausschusses eine Anfrage vorbereitet. Der Ausschuss tagt morgen um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle der Walther-Lehmkuhl-Schule.

Schuldezernent Günter Humpe-Waßmuth bestätigte gestern, dass die Bausubstanz der Pavillons „erheblich schlechter als erwartet“ ist und „wesentliche Teile durch Neubauten ersetzt werden müssen“. Darüber habe er den Hauptausschuss sowie den Schulausschuss bereits Anfang des Jahres im nichtöffentlichen Teil der Sitzung informiert.

Anfang 2014 will die Verwaltung die Kosten ermittelt haben und einen Vorentwurf der Baupläne in den zuständigen Gremien vorstellen. Über das Millionen-Projekt muss die Ratsversammlung entscheiden. Humpe-Waßmuth: „Dann könnten wir frühestens Anfang 2015 mit dem Bau beginnen.“ Es müssten Klassen ausgelagert werden. „Dafür werden wir Container verwenden“, so Humpe-Waßmuth.

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