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Holsteinischer Courier

21. August 2017 | 05:30 Uhr

Rathausgerüst : Sanierung in luftiger Höhe

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach einem halben Jahr Wartezeit arbeiten jetzt Zimmerleute über dem Rathaus.

Neumünster | Länger als ein halbes Jahr ziert das große brückenartige Baugerüst jetzt bereits das Rathaus (der Courier berichtete). Seit Anfang der Woche hat es nach langen Prüfungen, Diskussionen und Nachbesserungen seine ursprüngliche Funktion erhalten: Zwei Zimmerleute haben es bestiegen und mit der Arbeit an der sogenannten Dachlaterne in schwindelerregender Höhe begonnen. „Nach und nach werden die Stützen des Türmchens ausgewechselt“, erklärte Ralf-Joseph Schnittker, Chef der Bauverwaltung. Anschließend soll die Abdichtung des Türmchens erneuert werden.

Außerdem will die Stadt die Gunst der Stunde nutzen und das 114 Jahre alte Rathaus von oben auf weitere mögliche Schäden begutachten und diese gegebenenfalls gleich beheben. „Das gehört zur normalen Bauunterhaltung“, so der Chef der Bauverwaltung. Laut Schnittker wird die gesamte Fassade auf Risse geprüft. Die Verglasung des alten Ratssaals wird ebenfalls unter die Lupe genommen. Außerdem wird nach Schadstellen im Dach geschaut.

Wie lange die Arbeiten andauern, hängt vom Zustand der einzelnen Baustellen ab, die sich auftun könnten. Gleiches gilt für die Kosten.

Sicher ist jedoch, dass das halbe Jahr Stillstand die Stadt keine weitere Gerüstmiete kosten wird. „Für das Gerüst wird erst gezahlt, sobald es genutzt werden kann“, erklärte Schnittker.

Nachdem das Gerüst bereits am 3. März aufgestellt worden war und alle Arbeiten eigentlich bereits zur Holstenköste Mitte Juni fertig sein sollten, gehört die Metallkonstruktion über dem Rathaus für manchen Passanten mittlerweile schon zum Stadtbild und wird zynisch „Kunst am Bau“ genannt. Grund für die Verzögerung waren Bedenken eines Statikers, der die ursprüngliche Konstruktion für instabil hielt und unter anderem weitere Befestigungen forderte. Nachdem alles nachgebessert wurde, wurde das Gerüst freigegeben. „Wir fühlen uns sicher auf dem Gerüst“, sagte Volker Sporleder, einer der Zimmerer und fügte hinzu:„Und neben der Arbeit kann man natürlich auch mal die schöne Aussicht genießen.“

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erstellt am 17.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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