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Sicherheitskonzept für Weihnachtsmarkt Neumünster : Sandsäcke sollen vor Anschlag schützen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Polizei sieht auf dem Großflecken keine konkrete Gefahr.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | Der Weihnachtsmarkt auf dem Großflecken ab dem 27. November steht in diesem Jahr unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen. Ein Jahr nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten setzt die Stadt diesmal auf Hindernisse. Betonklötze und mit Sand gefüllten Plastiksäcke sollen verhindern, dass Terroristen ungebremst in die Buden und Karussells steuern können.

Die Zufahrten an den Kreiseln vor dem Rathaus und vor Karstadt, an der Einmündung Holstenstraße / Großflecken, am Durchgang Waschpohl in Höhe von Nanu-Nana sowie in der Lütjenstraße in Höhe Mühlenbrücke würden auf diese Weise ab Freitag, 24. November, abgeriegelt, teilt Stadtsprecher Stephan Beitz mit. Dann sei ein Befahren des Großfleckens nur noch montags bis freitags von 6 bis 11 Uhr, also vor Öffnung des Marktes und der Eisbahn, gestattet. „Durch das Sicherheitskonzept, das in enger Abstimmung mit der Polizei entstanden ist, wird der Individualverkehr nicht beeinträchtigt “, verspricht Beitz. Auch der Kommunale Ordnungsdienst sei in die sicherheitsrelevanten Fragen mit eingebunden. „Je nach Lageentwicklung behalten wir uns in enger Absprache mit der Polizei weitere Maßnahmen vor“, so der Stadtsprecher.

„Die Gespräche mit der Stadt und den Veranstaltern dauern an“, bestätigt auch Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Zur Beurteilung der Sicherheitslage stünden die Beamten in engem Austausch mit den anderen Polizeibehörden auf Landesebene. Hinrichs betont: „Es gibt für Schleswig-Holstein keine konkrete Anschlagsgefahr. Gleichwohl bestand und besteht nach wie vor eine abstrakte Gefährdungslage.“

Die Polizei werde auch in diesem Jahr auf dem Weihnachtsmarkt Patrouillen laufen. Die Dienstwaffe gehöre dabei zur Grundausstattung. Ob, wie im vergangenen Jahr, auch Maschinenpistolen getragen werden, sei noch offen. „Die Frage der Ausrüstung orientiert sich an der aktuellen Beurteilung der Sicherheitslage und ist noch nicht beantwortet. Dasselbe gilt für die Frage des Personalansatzes“, sagt Hinrichs.

Ebenfalls noch unklar ist daher, welche Kosten für das Sicherheitskonzept auf die Stadt zukommen.

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