Bordesholm : Salderns Nachfahren erhalten eine Grabtafel

Der Kunstschmied Karl Lange (Zweiter von links) erläuterte auf dem alten Kirchhof die Herstellung der Grabplatte.
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Der Kunstschmied Karl Lange (Zweiter von links) erläuterte auf dem alten Kirchhof die Herstellung der Grabplatte.

Auf dem alten Kirchhof im Amtmannspark gab es gestern eine Gedenkveranstaltung.

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15. September 2015, 17:00 Uhr

Bordesholm | Sechs Nachfahren des Caspar von Saldern haben gestern erstmalig eine Grabplatte erhalten. Vertreter des Kultur- und Verschönerungsverein Bordesholmer Land (KVBL) sowie Bürgermeister Helmut Tiede weihten die Tafeln auf dem alten Kirchhof im Amtmannspark ein. „Damit ist ein weiteres Stück historisches Erbe sichtbar gemacht worden“, freute sich Reinhard Koglin, der Vorsitzende des KVBL.

Bereits vor zwei Jahren sind die Überreste der Holzsärge samt Gebeinen auf den Friedhof umgebettet worden. Ursprünglich waren sie in der Saldern-Gruft an der Südostecke der Klosterkirche beigesetzt. Die rund 200 Jahre alten Holzsärge waren stark verfallen. „Eine Restaurierung war nicht mehr möglich“, sagte Koglin. 2011 wurde nach 150 Jahren die zugemauerte Tür zur Gruft der Familie von Saldern aufgebrochen. Dabei wurden elf Angehörige der Familie aus fünf Generationen in Sandstein- und Holzsärgen vorgefunden (der Courier berichtete).

Nun ziert eine etwa einen Quadratmeter große Tafel aus rostfreiem Stahl das Grab auf dem Friedhof, auf dem   seit 1863 kein Begräbnis mehr statt gefunden hat. Finanziert hat die Grabtafeln die Firma Fielmann. Der Kunstschmied Kurt Lange aus Bredeneek hat mit einem Wasserstrahl die Namen sowie Geburts-und Sterbedaten unter Hochdruck „ausgesägt“. Es sind: der Sohn Caspars, Carl Heinrich von Saldern Günderoth, seine Frau Friderica Amalia von Saldern Günderoth, deren Tochter Marie Sophie Charlotte von Brockdorff mit ihrem Mann Christian Friedrich von Brockdorff, sowie deren sehr früh verstorbenen Töchter Anna Sophia Amalia und Sophie Charlotte Amalie Christiane von Brockdorff. 


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