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Polizei zeigt Präsenz : Saison der Taschendiebe kommt noch

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beamte laufen jetzt vermehrt Streife auf dem Weihnachtsmarkt. Sie wollen Schlägereien und Diebstähle verhindern.

von
erstellt am 12.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Wenn der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt öffnet, sind auch die Taschendiebe wieder unterwegs. Im Gewühl zwischen Punsch und gebrannten Mandeln achtet mancher Besucher nicht so sehr auf sein Portemonnaie, das Handy oder die Kreditkarte. Die Täter haben häufig leichtes Spiel und können anschließend in der Menge verschwinden. Doch die Polizei hat die Situation im Auge.

Seit der Weihnachtsmarkt eröffnet wurde, gehen die Beamten des ersten Reviers regelmäßig dort Streife. Je nach Besucheraufkommen sind ein bis zwei uniformierte Streifen unterwegs sowie zivile Kräfte. Und der Aufwand scheint sich zu lohnen: In den vergangenen beiden Jahren waren unter anderem aggressive Bettler und auch vermehrt Taschendiebe in der Stadt unterwegs, aber in diesem Jahr ist die Situation laut Polizeisprecher Rainer Wetzel bisher recht ruhig – auch wenn es noch keine genauen Zahlen gibt. „Die bandenmäßig organisierten Tätergruppen sind diesmal offenbar nicht wieder aufgetaucht“, so Wetzel.

Gestern bei Anbruch der Dunkelheit machten sich Oberkommissar Lennart Hübner und Polizeimeister Nils Hoffmann auf den Weg über den Weihnachtsmarkt. Die beiden Ermittler kennen sowohl die Tricks der Taschendiebe als auch die klassischen Fehler der Besucher. Darum haben sie stets beide im Blick. „Der Klassiker ist zum Beispiel die unbeaufsichtigte Tasche im Kinderwagen. Viele Besucher besetzen auch gern einen Tisch, indem sie ihre Taschen auf die Bank legen und dann Punsch kaufen gehen. Am Ende wundern sie sich, wenn Handy oder Portemonnaie verschwunden sind“, beschreibt Lennart Hübner immer wiederkehrende Situationen. Immer wenn den Beamten dieses leichtsinnige Verhalten auffällt, sprechen sie die Besucher direkt an.

Die Polizisten klären auch darüber auf, dass die Täter gern in kleinen Gruppen auftreten, um ihr Opfer zum Beispiel mit der Bitte um Wechselgeld abzulenken. Während einer den Weihnachtsmarktbesucher in ein Gespräch verwickelt, greift ein zweiter Täter in die Tasche. Gerade im Gedränge und mit steigendem Alkoholpegel fällt die Tat oft erst spät auf. „Alkoholisierte Leute sind einfache Opfer und schlechte Zeugen“, weiß Lennart Hübner. Oft wissen die Bestohlenen gar nicht mehr, wann die Tat genau geschah. An den Täter können sie sich ohnehin nicht erinnern.

Das zweite Problem, das die Beamten stets im Auge haben, sind Körperverletzungen. „Besonders alkoholisierte Jugendliche sprechen wir an und warnen vor den Konsequenzen einer Schlägerei. Sobald wir merken, dass jemand aggressiv wird, gehen wir hin“, so die Beamten.

„Allein unsere Präsenz schreckt schon ab“, da sind sie sicher. Doch sie wissen auch, dass die Hochsaison für Straftaten auf dem Weihnachtsmarkt erst noch kommen wird. „Wenn das Gewühl kurz vor Weihnachten noch zunimmt und die Leute mehr Geld mitnehmen, um schnell noch Geschenke in der Innenstadt zu kaufen, bekommen wir sicher noch mehr zu tun“, meinen die Polizisten.

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