Sänger und Musiker begeisterten mit Mix aus Klassik und Moderne

Das Sonux-Ensemble, bestehend aus den Chorknaben Uetersen, ihrem Leiter Hans-Joachim Lustig  (vorne links neben dem Cello), Charles-Antoine Duflot am Violoncello und Stefan Kuchel  am Saxofon begeisterten.
Das Sonux-Ensemble, bestehend aus den Chorknaben Uetersen, ihrem Leiter Hans-Joachim Lustig (vorne links neben dem Cello), Charles-Antoine Duflot am Violoncello und Stefan Kuchel am Saxofon begeisterten.

shz.de von
25. August 2014, 13:25 Uhr

Mit einem knallbunten Mix aus Klassik und Moderne begeisterte das Sonux -Ensemble die 450 Besucher des dritten Schleswig-Holstein-Musik Festival-Konzerts (SHMF) in der Bordesholmer Klosterkirche.

Ein ausdrucksstarker und flippiger Nachwuchschor, ein schwelgendes Saxofon und ein Cello waren die Zutaten dieser gut gemischten und bestens abgeschmeckten Musikmahlzeit an einem schönen Spätsommerabend. Dieser Mann wird seinem Namen vollauf gerecht: Hans-Joachim Lustig ist nicht nur der kompetente Chorleiter seiner 25 männlichen Schäfchen der Chorknaben Uetersen, die als Sonux vor dem Altar auch ihrer Pop-Leidenschaft frönten. Auch als Conferencier mit Einschmeichelcharakter („Sie sind die offenste Kirche, in der wir je aufgetreten sind“) betätigte sich der Lübecker Chorleiter und machte in seinen originellen Einführungen Lust auf die vielen Kleinode mit großer historischer und kompositorischer Bandbreite.

Im Wechselspiel wie auch solo brillierten dazu Saxofonist Stefan Kuchel in „To the light“, extra für das Sonux-Team vom Letten Ugis Praulins komponiert sowie bei „Mad World“ , dem „Tears for Fears“-Pop-Ableger aus den Achtzigern, der in der altehrwürdigen Kirche eine Lehrstunde in Sachen Crossover-Musik abgab.

Charles-Antoine Duflot bediente am Violoncello mit der „Suite Nr.6 D-Dur“ von Johann Sebastian Bach auch die klassisch-konservative Seite. Hochkonzentriert und ausdrucksstark ging er dabei zu Werke , ohne allerdings in seiner Wirkungskraft über die ersten Reihen der gut besuchten Kirche hinaus zu kommen.

Begeisterung erntete er und alle anderen vom hingerissenen Publikum gleichwohl: „Diese Stimmen und diese Vielfalt sind einfach klasse“ ,meinten Werner und Petra Klingbeil aus Neumünster unisono. Und Sonux hellte weiterhin mit seinen Stücken die Kirche auf, mit der romantischen Klanglichkeit von Franz Biebls „Ave Maria“, dem lieblichen „Singt dem Herrn“ von Georg Friedrich Händel oder einer fetzigen Version des Jetzt-schon-Klassikers „Viva la Vida“ von Coldplay.

Zum Schluss applaudierte das Publikum stehende.

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