Sänger überzeugten mit feinen Harmonien

Der Rostocker Motettenchor war in Bordesholm zu Gast und bot ein abwechslungsreiches Konzert.
Der Rostocker Motettenchor war in Bordesholm zu Gast und bot ein abwechslungsreiches Konzert.

Der Rostocker Motettenchor bestritt das fünfte Frühjahrskonzert in der Klosterkirche

shz.de von
18. Mai 2015, 15:30 Uhr

Wie sich musikalische Strenge mit entspannender Unterhaltung paaren kann, zeigte der Rostocker Motettenchor unter Leitung von Markus Johannes Langer beim jüngsten Frühjahrskonzert in der Bordesholmer Klosterkirche.

Von Bach über Schütz, Reger und Brahms überzeugte das Ensemble die 60 Zuhörer mit ausdrucksstarken Texten und fein gesponnenen Harmonien. Schwarz gekleidet, andächtig und ernst standen die 21 Damen und 13 Herren des Chores vor dem Altar. Vertonte Gotteshuldigungen in Heinrich Schütz’ „Herr, auf dich traue ich“ erinnerten an gängige Messen und öffneten auch beim sich anschließenden „Siehe, nach Trost war mir sehr bange“ von Johann Hermann Schein erst allmählich den Blick auf die Gesangsstrukturen der Rostocker. Und diese lohnte es im Verlauf des Konzerts zu entdecken: Es gab klug platzierte Soli der manchmal etwas zu dominanten Sängerinnen und ein solides Bass- und Tenorfundament der Sänger.

Leiter Markus Langer tarierte die Stimmen gekonnt aus. Stets bestand hier das Gleichgewicht zwischen Gruppe und Einzelnem. Bei „Immortal Bach“ von Knut Nysted durchströmen die Stimmen das Kirchenschiff bis zur Orgelempore. Von dort boten Organist Jan von Busch mit Paul Hindemith und Nikolaus Bruhns zwei solide Orgelsonaten.

Besonders erfreute „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, das den Chor zu Höhenflügen und das Publikum
zu langen Beifallsstürmen hinriss. 

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