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Bad am Stadtwald : Rutschwettbewerb mit Tempo und Technik

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im Bad am Stadtwald hatten alle Teilnehmer nur ein Ziel: Den bisherigen Rekord von 13 Sekunden zu toppen.

Neumünster | Es war ein ungewöhnlicher Wettbewerb: Im Bad am Stadtwald galt es am Sonnabend, die 90 Meter lange Rutsche so schnell wie möglich herunterzurutschen. Die Technik war dabei völlig egal. Aber es gab eine Faustregel: „Man sollte mit so wenig Fläche wie möglich herunterrutschen“, wusste Jana Ernst, Auszubildende Fachangestellte für Bäderbetriebe im dritten Lehrjahr. Weil die Rutschmeisterschaft im Bad am Stadtwald ein Azubi-Projekt ist, war sie mit der Thematik genau befasst. Insgesamt waren diesmal 102 Rutscher am Start.

„Die Auszubildenden machen von der Idee bis zur endgültigen Realisierung alles alleine. So bekommen sie vermittelt, wie man eine Veranstaltung plant“, erklärte Ausbilder Oliver Wolf. Jana Ernst als eine von vier projektbeteiligten Auszubildenden, notierte Namen und Alter der Teilnehmer. „Mitmachen kann jeder. Kleinkinder dürfen in Begleitung ihrer Eltern rutschen und nach oben machen wir keine Alterseinschränkung“, erzählte sie weiter.

Thorge Genatowski aus Schellhorn bei Preetz war zum ersten Mal dabei, er hatte sich aber eine raffinierte Technik überlegt: „Ich lege meine Beine über Kreuz und spanne meinen ganzen Körper an, sodass ich nur auf den Schulterblättern herunterrutsche“, erzählte er. Einige versuchten es auf den Knien. „Andere ziehen blank und rutschen auf ihrem entblößten Hintern herunter“, berichtete Jana Ernst schmunzelnd.

Alle Teilnehmer hatten dabei nur ein Ziel: Den bisherigen Rutsch-Rekord von superschnellen 13 Sekunden zu toppen. Der Rekord war im vergangenen Jahr aufgestellt worden und bleibt auch nach dem jüngsten Wettbewerb die schnellste Zeit. Das Ziel wurde mit 13,83 Sekunden aber nur knapp verfehlt.

Jeder Teilnehmer musste zwei Mal an den Start. 210 Starts waren es insgesamt. Beim Familienrutschen gab es gleich zu Beginn ein spannendes Stechen, nachdem zwei Familien exakt die gleiche Zeit gerutscht waren. Am Ende waren es aber Gerrit Stamer (54) und seine Tochter Melina (21), die mit einer Zeit von 15,56 Sekunden am schnellsten unten waren.

Eine Neuerung in diesem Jahr war, dass es diesmal eine offene Anmeldung war. „Sonst hatten wir es nach Zeiten eingeteilt“, erklärte Wolf. Durch die Neuregelung fielen auch die anschließenden Siegerehrungen je nach Altersklasse aus. Die schnellsten Rutscher werden heute informiert und können sich ihren Pokal und Sachpreise abholen.

Die Sieger des Wettbewerbs:
Der gesamtschnellste Mann war Jannik Schümann (23) mit 13,83 Sekunden.
Schnellste Frau: Melina Stamer (21) mit 14,57 Sekunden.
Schnellste Familie: Gerrit und Melina Stamer (54 und 21) mit 15,56 Sekunden.
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