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Fußball-Kreisliga : Ruthenberg und Aukrug sind gerettet

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Abstiegskampf ohne Absteiger? VfR II tritt gegen Boostedt nicht an. Am Dienstag finden die letzten vier Spiele statt.

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 07:47 Uhr

Neumünster | Da waren es nur noch drei! In der Fußball-Kreisliga bangt nach dem 30. Spieltag und vor den vier Nachholpartien am heutigen Abend (siehe nebenstehenden Kalender "Sport heute") nur noch ein Trio um den Klassenerhalt.

Da der FC Krogaspe auf sein Aufstiegsrecht aus der Kreisklasse A definitiv verzichtet, der TSV 05 als A-Klassen-Sechster sportlich nicht für die Kreisliga qualifiziert ist und somit aktuell nur der TuS Nortorf II in die Kreisliga aufsteigen wird - Padenstedt II dürfte nur, wenn die eigene "Erste" noch einen frei werdenden Verbandsligaplatz ergattert, was als sehr unwahrscheinlich gilt -, gibt es möglicherweise keinen einzigen Kreisligaabsteiger. Nur wenn der zurzeit auf dem rettenden Ufer rangierende TSV Wankendorf in der Verbandsliga noch in den Abstiegsapfel beißen müsste, wäre ein jetziger Kreisligist in der kommenden Saison nur noch A-Klas sist. Ergo: Gut Heil, nach einer 1:3-Niederlage in Tungendorf wieder Schlusslicht und somit eigentlich mit den schlechtesten Karten in Sachen Ligaverbleib ausgestattet, könnte im zweiten Jahr in Folge als Letzter mit einer dreistelligen Anzahl an Gegentreffern die Klasse halten. Auf Grund des schlechten Torverhältnisses der "Rot hosen" würden dem SV Husberg (1:1 gegen den Ruthenberger SV) und Neumünster Türkspor (4:2 beim FC Torpedo) ein Unentschieden im letzten Spiel reichen, um die Klasse sicher zu halten. Schon gerettet sind dagegen Ruthenberg und der TSV Aukrug, der am vergangenen Wochenende spielfrei blieb. Ebenfalls nicht auf dem Platz stand der VfR II. Allerdings nur, weil er aus Personalmangel nicht gegen den SV Boostedt antreten konnte. Die Folgen sind eine 0:5-Niederlage am grünen Tisch und ein weiteres peinliches Kapitel einer Kreisligasaison, die von Anfang bis Ende für diverse Kapriolen sorgte. Derweil zeigte sich Meister Olympia noch einmal von seiner Schokoladenseite und schlug die PSV-Reserve mit 7:2.

SV Bokhorst - SV Wasbek 3:1 (1:1)SV Bokhorst: Waldeck - Stange, Quatfasel, Blöcker, Röpke, Hamann, Möbius (59. Reese), Schliebitz, Dittkuhn, Arndt (72. Ryll), Sharma (77. Ingwersen).

SV Wasbek: Behmerburg - Dahmke, Philipp, Stephan (46. Horst), Rüdiger, Döring, Krawtzow, Schmuck, Slotosz (58. Braker), Lehnert, Jace.

SR: Lühr (Krogaspe). - Zuschauer: 20. - Tore: 1:0 Dittkuhn (3.), 1:1 Krawtzow (31.), 2:1 Dittkuhn (67.), 3:1 Dittkuhn (74.).

In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Teams noch auf Augenhöhe, wobei die Partie von vielen Fehlpässen geprägt war und keine Mannschaft das Spiel an sich reißen konnte. Die frühe Führung für die Heimelf durch Philipp Dittkuhn (3.) glich Anton Krawtzow durch einen 25-Meter-Freistoß aus (31.). Nach dem Seitenwechsel wurden die Bokhorster dann stärker, dominierten nun die Partie und kamen letztlich durch zwei weitere Dittkuhn-Treffer (67., 74.) zum Heimerfolg. "Wir haben auf Grund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen", resümierte Bokhorsts Coach Carsten Hinrichsen, der von einer "Durchschnittsleistung" sprach und sich zudem mit einem Blick auf die Tabelle freute: "Unser Ziel für die Rückrunde war es, den dritten Platz zu holen - und das haben wir jetzt erreicht."

Einfeld II - Padenstedt 3:4 (2:2)TS Einfeld II: Tomaschewski - Raschdorf, Harder, Günther, Appel, D. Tegge, Hnida, Gerken, Ekman (70. L. Neelsen), Huss, J. Hamann.

SG Padenstedt: Stichert - Anlauf, A. Wilk, Burow, C. Wilk (63. Hinz), Günter, Breiholz, Steggewentze, Ma. Klein, Callsen, Hartwich.

SR: Ehlers (Boostedt). - Zuschauer: 30. - Tore: 0:1 Ma. Klein (2.), 1:1 Huss (13., Foulelfmeter), 2:1 Huss (24.), 2:2 A. Wilk (36.), 3:2 Huss (61.), 3:3 Callsen (68.), 3:4 A. Wilk (81.). - Bes. Vork.: Ma. Klein (SGP) schießt Foulelfmeter an die Latte (18.).

Den schlechten Bodenverhältnissen entsprechend, wurde kein besonders attraktives Spiel geboten. Es war das Unvermögen Padenstedts, dass die Gäste nicht schon vor dem Seitenwechsel für klarere Verhältnisse sorgten. "Was wir da verballert haben, ging auf keine Kuhhaut. Hinzu kamen zwei kolossale Fehler, die zu zwei Gegentoren führten", analysierte SGP-Obmann Hans-Georg Eckert. Seinen Padenstedtern attestierte er keine gute Leistung, konnte diese aber auch begründen: "Am Tag zuvor hat Jan Dammann seinen Polterabend gefeiert. Daher waren bei uns auch ein paar ,Schnapsleichen’ dabei." Den Sieg der Gäste bezeichnete Eckert aber dennoch als "absolut verdient".

Husberg - Ruthenberg 1:1 (1:0)SV Bönebüttel-Husberg: Reichow - Heinrich, Jeske, Bohnhoff, Stoffers (72. Luth), Dena, Fürst, Dittmer, Kröger (80. Hasanovic), Golland, Leh necke.

Ruthenberger SV: Denis (80. Kowalczyk) - Kunkel, Schilling (77. Neinstell), Beisel, Schramm (64. Wilm), Brunst, Maier, Gerdt, Rall, Sienknecht, Heine.

SR: Kupka (Bokhorst). - Zuschauer: 35. - Tore: 1:0 Lehnecke (15.), 1:1 Rall (53.). - Gelb-Rote Karte: Gerdt (Ruthenberg/83., Unsportlichkeit).

"In der ersten Halbzeit waren wir hoch motiviert, klar überlegen und hatten einige richtig gute Chancen. Eigentlich hätten wir zur Pause 3:0 oder 4:0 führen müssen", haderte Husbergs Coach Klaus Hildebrandt, damit, dass sein Team nicht schon in der ersten Hälfte den Sack zugemacht hatte. Nach dem Wiederbeginn nahm auch Ruthenberg den Kampf an und wurde stärker. Mit Ausnahme des Ausgleichs durch Dieter Rall, der nach einem Eckball vollkommen freistehend einköpfte (53.), boten sich den Gästen in einem fortan nicht mehr allzu schönen Spiel allerdings keine echten Möglichkeiten. Daher war das Ergebnis für Hildebrandt "in der Summe auch zu wenig".

MTSV Olympia - PSV II 7:2 (2:0)MTSV Olympia: Hagen (53. Wendt) - Weidemann, S. Reichow, Diring (46. Abdullah), Idrizi, Walther, M. Reichow, Ocak, Schneewolf, Muhs (46. Khomkhonsu), Barck.

Polizei-SV Union II: Winter - Reichow (60. Schuboth), Mohr, F. Schenzer, P. Schenzer, Haut, Bammel, Attard, E. Mercan (75. Orff), Bredfeldt, Nützel.

SR: Aydin (Wasbek). - Zuschauer: 50. - Tore: 1:0 Barck (12.), 2:0 Barck (25.), 3:0 Idrizi (55.), 3:1 Nützel (59.), 4:1 Barck (72.), 5:1 Weidemann (83.), 6:1 Barck (86., Foulelfmeter), 7:1 Schneewolf (87.), 7:2 Orff (90.). - Bes. Vork.: Wendt (Olympia) pariert Foulelfmeter von Orff (90.).

Seine Meisterfeier hat der MTSV Olympia mit einem standesgemäßen 7:2-Erfolg gegen eine arg dezimierte "Ordnungshüter"-Reserve eingeläutet. "Wir waren froh, dass uns der PSV II diesen würdigen Abschluss ermöglichte, obwohl er personell arg gebeutelt war", lobte Olympias Manager Christian Schmidt den Gegner. Die Partie verlief dem Ergebnis entsprechend. Der Meister war über 90 Minuten deutlich überlegen, und das Geschehen spielte sich praktisch nur in der Gästehälfte ab. Während sich die "Polizisten" vor dem Pausentee noch ganz ordentlich schlugen, hatten sie im weiteren Verlauf konditionell nichts mehr entgegenzusetzen. Eine nette Anekdote ist, dass Alexander Orff, der zum Betreuerstab der Hausherren gehört, aber für den PSV II auf dem Platz stand, in der Schlussminute zum Strafstoß antrat. Dabei scheiterte er allerdings an Olympia-Keeper Helge Wendt, ehe er zumindest den Nachschuss versenkte.

FC Torpedo - Türkspor 2:4 (1:2)FC Torpedo 76: Rasch - Fund, Juckel (75. Gosch), Hein, Eggers, Knoche, J. H. Grümmer, Berisha (85. G. Grümmer), Borgert, Willers, Hartmann (44. Schümann).

Neumünster Türkspor: Cakar - A. Celik, Akyel (70. En. Simsek), K. Aktas, Ö. Simsek, Yagmur, Keser, G. Aktas, Ceylan (46. Tas), Inci, K. Korkmaz.

SR: Tural (Einfeld). - Zuschauer: 80. - Tore: 0:1 Inci (15.), 1:1 Borgert (20.), 1:2 Ceylan (26.), 2:2 Eggers (67.), 2:3 Tas (87.), 2:4 En. Simsek (90.).

Für Torpedo-Trainer Thomas Michalowski hätte die Niederlage im letzten Saisonspiel nicht sein müssen. "Bis zu den entscheidenden Treffern kurz vor Schluss waren wir phasenweise das bessere Team und hätten einen Punkt mitnehmen können", meinte er. Als Knackpunkt sah Michalowski die verletzungsbedingte Auswechslung von Defensivakteur Bennet Juckel, der sich eine Zerrung zuzog (75.). Dadurch habe die Zuordnung in der Schlussphase nicht mehr gepasst. Michalowski kam aber auch nicht umhin, anzuerkennen, dass Türkspor im zweiten Durchgang die Mehrzahl an Chancen besaß. Allerdings standen sich die "Halbmondträger" "zumeist selbst im Weg" (O-Ton Micha lows ki), weshalb eine Entscheidung erst sehr spät fiel.

SV Tungendorf - Gut Heil 3:1 (1:0)SV Tungendorf: Riepen - Kollecker (65. Tan), Beck, Hassoun, Karagül, A. Stölting, Möller, C. Stölting, Sarau (80. Wuchinger), Nupnau (86. Schmahl), Künstler.

SC Gut Heil: Reimer - G. Xhemajli (57. Dieckmann), Matthes, Rüschmann, Schlüter, A. Xhemajli (42. Henning), Tosyali (46. Wolf), Hansen, Hyseni, Beha, Babiak.

SR: Paetau (Bokhorst). - Zuschauer: 40. - Tore: 1:0 Möller (21.), 2:0 Möller (79.), 3:0 Künstler (85.), 3:1 Hyseni (90.).

Die Tungendorfer waren von Beginn an überlegen, verpassten es jedoch, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Einzig Meiko Möller traf in der ersten Halbzeit für den SVT (21.). In der zweiten Hälfte musste die Heimelf lange zittern und entschied die Partie erst spät durch Möller (79.) und Jan-Jürgen Künstler (85.). Der Treffer von Kush trim Hyseni kurz vor Spielende (90.) war nur noch Ergebniskosmetik für Gut Heil. Tungendorfs Trainer Torsten Sötje sagte: "Das war ein verdienter Pflichtsieg für uns, denn wir waren klar überlegen, haben jedoch wahren Chancenwucher betrieben."

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