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Ruthenberg: Ausschuss pocht auf Frauennamen am Straßenschild

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Üblicherweise hält sich der Bauausschuss mit der Neubenennung von Straßennamen nicht lange auf, sondern folgt dem Vorschlag des Stadtteilbeirats, in dessen Gebiet die neue Straße liegt. Am Donnerstagabend war das anders: Auf Initiative von Franka Dannheiser (SPD) wies der Bauausschuss den Vorschlag zurück, die neue Straße durch das geplante Neubaugebiet Am Ruthenberg nach dem ehemaligen Stadtpräsidenten Karl Rahe zu benennen.

Der Stadtteilbeirat solle erneut beraten und dabei einen Ratsbeschluss vom Februar 2014 beherzigen, forderte Franka Dannheiser (SPD) – und brüskierte damit ihren Parteifreund Uwe Holtz, Stadtteilvorsteher in Brachenfeld-Ruthenberg. Zur Erinnerung: Der Rat hatte seinerzeit einstimmig beschlossen, bei der Benennung von Straßen künftig „vorzugsweise“ weibliche Namen zu vergeben.

Uwe Holtz protestierte. Die Entscheidung für Karl Rahe sei im Ausschuss einstimmig gefallen. In der Runde seien auch sechs Frauennamen diskutiert worden, „aber die sagten uns allen nichts“, verteidigte er die Namenswahl.

Der Protest nutzte wenig, die CDU sprang Dannheiser bei: „Wir sind dafür, dass Ratsbeschlüsse umgesetzt werden“, beschied Thomas Michaelis und erinnerte Holtz daran, dass das Recht zur Straßenbenennung im Ausschuss liege und lediglich an die Beiräte delegiert werde.

Der Ausschuss forderte den Beirat einstimmig auf, einen neuen Vorschlag zu unterbreiten.

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erstellt am 11.Feb.2016 | 23:10 Uhr

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