zur Navigation springen

Positive Bilanz : Rückkehr aus dem Auslandseinsatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Oberstleutnant Ullrich Kraus war ein halbes Jahr lang in der Türkei im Einsatz. Die Rückführung des Materials aus Afghanistan ist dort die Aufgabe der Soldaten.

Oberstleutnant Ullrich Kraus ist zurück aus der Türkei. Sechs Monate war der Kommandeur des Logistikbataillons 162, der auch Standortältester in Boostedt ist, in Trabzon. Über die am Schwarzen Meer gelegene Hafenstadt wird zurzeit die Rückführung des in Afghanistan eingesetzten Materials der Bundeswehr aus Mazar-e-Sharif abgewickelt.

Hintergrund für diese Mammutaufgabe ist das Ende 2014 endende ISAF-Mandat (International Security Assistance Force, zu Deutsch Internationale Sicherheitsunterstützungstruppe) für die Bundeswehr. Die Stärke der Truppen wird danach erheblich reduziert, sodass auch ein Großteil der eingesetzten Ausrüstung dort nicht mehr gebraucht wird.

Ullrich Kraus ist froh, wieder zu Hause zu sein. „Das war schon eine lange Zeit, die selbst an mir nicht spurlos vorübergegangen ist. Und so ganz wieder angekommen bin ich auch noch nicht. Aber missen möchte ich die Erfahrungen, die ich machen konnte, auch nicht“, erzählt der erfahrene Berufssoldat.

Umso begeisterter ist Kraus von „seinen“ Soldaten, die in Trabzon ihren Dienst tun. „Ich bin voller Stolz. Die Einstellung der Soldaten, ihre Disziplin und die fachliche Qualität der Einsatzkräfte, die dort arbeiten, sind super“, lobt der Kommandeur des Logistikbataillons 162 seine Truppe. Jeweils rund 80 Boostedter Soldaten, die von fünf Wochen bis hin zu anderthalb Jahren in Trabzon eingesetzt sind, bilden das Kernpersonal auf dem logistischen Umschlagspunkt in Trabzon, der extra für die Bundeswehr gebaut wurde.

„Das war etwas vollkommen Neues. Auf dem Gelände gab es vorher nichts“, beschreibt Kraus die Ausgangssituation im Februar. Doch bereits am 29. April war der Stützpunkt fertiggestellt. Auf einem rund 45 000 Quadratmeter großen Areal wurden fünf große Hallen errichtet. Ebenso musste die gesamte Infrastruktur eingerichtet werden. „Unsere Erfahrungen mit den türkischen Vertragspartnern sind exzellent. Von der Ausführung bis hin zu den abgesprochenen Terminen hat alles geklappt. Und wenn es doch einmal ein Problem gab, wurde dies meist unkompliziert bei einer Tasse Tee gelöst“, berichtet Kraus, der als Betriebsleiter beim Aufbau und der Inbetriebnahme der Basis eingesetzt war.

„Besonders gut war natürlich auch, dass wir türkischstämmige Soldaten unter uns hatten. Das hat uns neben der Sprache auch im Umgang mit den Einheimischen sehr unterstützt“, erzählt er weiter.

Seit Ende April ist der logistische Kraftakt nun in vollem Gange. Rund 1400 Fahrzeuge sowie mehrere tausend Container mit Ausrüstungsgegenständen und Ersatzteilen müssen gesichtet, technisch überprüft, neu geordnet und gezielt für die einzelnen Standorte in Deutschland vorbereitet werden. „Wir reden hier von rund 12 000 Artikeln und rund 60 000 Tonnen Gewicht. Dazu zählt eine Thermoskanne ebenso wie gepanzerte Gefechtsfahrzeuge und technisches Gerät“, zählt Kraus als Beispiele auf.

„Aber wir sind gut davor. Die Operation läuft hervorragend“, meint er zuversichtlich.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 11.Okt.2013 | 07:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen