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Holsteinischer Courier

16. August 2017 | 19:43 Uhr

Rübenanbau: Gute Bilanz für 2013

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nordzucker und Landwirte trafen sich in Wasbek

2013 war ein erfolgreiches Rübenjahr. Mit durchschnittlich 67 Tonnen pro Hektar lag der Rübenertrag in Schleswig-Holstein rund drei Prozent über dem mehrjährigen Mittelwert. Diese Bilanz zogen der Zuckerrübenanbauerverband Schleswig-Holstein und Nordzucker auf ihrer Winterversammlung in Kühls Gasthof in Wasbek.

„In Schleswig-Holstein blicken wir insgesamt auf ein recht erfreuliches Rübenjahr 2013. Rübenernte, Verladung und Transport erfolgten unter akzeptablen Bedingungen. Winterliche Verhältnisse haben die Rübenlogistik nicht beeinträchtigt und alles lief nahezu reibungslos“, erklärte Björn Rohweder-Struve, Beiratsmitglied des Zuckerrübenanbauerverbandes Schleswig-Holstein. In Kombination mit guten Zuckergehalten um 18 Prozent erzielten die Rübenanbauer im Verbandsgebiet mit einem durchschnittlichen Zuckerertrag von kurz über 12 Tonnen pro Hektar ein Ergebnis, dass rund 7 Prozent über dem mehrjährigen Durchschnitt liegt.

Auch Georg Sander, Rübenmanager im Werk Uelzen der Nordzucker AG, war zu frieden. „Dass die Rübe bis zum Ende der Kampagne sehr gut zu verarbeiten war, lag an der außerordentlich guten Rübenqualität, die die Landwirte geliefert haben“, sagte Sander. Zudem hätten gezielte Investitionen der Nordzucker eine gleichmäßig hohe Verarbeitung ermöglicht.

Stefan Büsching, Geschäftsführer des Zuckerrübenanbauerverbandes Schleswig-Holstein, erklärte, dass der Zuckerrübenanbau gegenüber vielen anderen Feldfrüchten in den vergangenen Jahren in Verbindung mit hohen Erträgen sehr rentabel war. Damit der Zuckerrübenanbau auch weiter betriebswirtschaftlich interessant bleibe, animierte Büsching die Rübenanbauer dazu, alle Reserven zu nutzen, um einen möglichst hohen und stabilen Zuckerertrag zu erzielen. „Dann wird sich die Rübe auch weiterhin als interessante Feldfrucht zeigen“, meinte er.

Viel Arbeit investierte der Verband nach eigenen Angaben, um die gesamte Logistikkette von der Ernte über die Lagerung bis zur Verladung auf Verlustquellen zu durchleuchten. Büsching beschrieb als wichtiges Ziel: „Wir wollen den gewachsenen Zuckerertrag mit möglichst geringen Ernte- und Lagerverlusten erfolgreich vermarkten.“

Vor dem Hintergrund der Brüsseler Beschlüsse zur Abschaffung der Quotenregelung ab 2017 steht die Rüben- und Zuckerbranche vor erheblichen Herausforderungen. Anstelle der bis dahin existierenden Mengen- und Preisgarantien müssen Lieferverträge und Rübenpreise künftig direkt zwischen Zuckerunternehmen und Zuckerrübenanbauerverbänden ausgehandelt werden. „Wir treten dabei für Regelungen ein, die einen erfolgreichen Rübenanbau und eine wettbewerbsfähige Zuckerproduktion in unserem Verbandsgebiet sichern sowie alle Mitglieder gleich behandeln“, betonten die Vertreter der Rübenanbauer.

Bei den Wahlen zum Beirat des Zuckerrübenanbauerverbandes Schleswig-Holstein wurde Eckhard Clausen (Rögen) als Regionalvertreter bestätigt.

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erstellt am 10.Feb.2014 | 00:31 Uhr

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