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Schulplanung : Rudolf-Tonner-Schule wird nicht aufgelöst

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Grundschule in Tungendorf wird wegen steigender Schülerzahlen gebraucht und soll sogar Offene Ganztagsschule mit Mensa werden

Neumünster | Die  Schülerzahlen sind stabil und steigen sogar. Dennoch hatten  Eltern und Lehrer lange um den Erhalt der Rudolf-Tonner-Schule (RTS) in Tungendorf gebangt. Noch vor zwei Jahren war im Schulentwicklungsplan von einer möglichen Auflösung die Rede. Von der  Stadt kommt nun das erlösende Signal: Die Grundschule wird gebraucht und soll – wie auch die Gartenstadtschule – zur Offenen Ganztagsschule ausgebaut werden.

Einen wichtigen Baustein dazu  kann der Schul-, Kultur- und Sportausschuss am Donnerstag, 4. Februar, legen. Er tagt um 18.30 Uhr parallel zur Schulmesse im Holstenhallen-Restaurant und berät auch über das Raumprogramm, das die Grundlage für den Ausbau der beiden Schulen sein soll.

„Wir benötigen den Standort Rudolf-Tonner-Schule für die Zukunft – wie auch alle anderen Schulstandorte“, sagte die Schul-Fachdienstleiterin Gabriele Bartelheimer. Das Raumprogramm sei die Voraussetzung dafür, dass eine Mensa geplant und Geld  dafür im kommenden Doppel-Haushalt eingestellt werden könne.

Für Schulrat Jan Stargardt steht die  RTS nicht in Frage. Die Schülerzahl liege mit 210 weit über der Mindestgröße von 80 Grundschülern. „Die Anmeldungen für das Schuljahr 2016/17 liegen vor und sind höher als im vergangenen Jahr. Wir erwarten zudem ab Oktober weitere Schüler aus Flüchtlingsfamilien“, sagte Stargardt. Ähnlich argumentierte Schuldezernent Günter Humpe-Waßmuth. Die  Frage, ob man in Tungendorf weiterhin beide Schulen benötige (Tonner und Pestalozzi), stelle sich nicht mehr.

Über diese Aussagen  ist der stellvertretende RTS-Leiter Carsten Walter froh.  Eltern und Schulleitung wollten die Offene Ganztagsschule und planten eine enge Kooperation mit der Lutherkirche, dem Mehrgenerationenhaus der Diakonie und dem SV Tungendorf.  „Dass wir nicht im August eine Mensa haben, ist klar. Deswegen suchen wir zunächst Zwischenlösungen“, sagte Walter. Der Mensabetrieb könne zunächst an der Lutherkirche stattfinden. Der Weg dorthin sei kurz und ohne die Kreuzung von Straßen möglich. 

Eine Mensa-Übergangslösung  schwebt auch Schulleiterin Ellen Naumann an der Gartenstadtschule vor. In  Frage kämen die Pausenhalle und Räume der Betreuten Grundschule.  Das Ja der Schulkonferenz zur Ganztagsschule  ab 2017 steht seit vergangener Woche. Angedacht ist ein neuer Multifunktionsraum, der direkt an die Betreute Grundschule grenzt. Naumann: „Der Platz dafür ist vorhanden, eine Bebauung dort möglich.“

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erstellt am 02.Feb.2016 | 08:00 Uhr

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