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Traumhochzeit : Rosenblätter und Seifenblasen für ein besonderes Paar

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sabrina Kolbe (33) und Björn Andresen (36) gaben sich das Ja-Wort. Die Braut leidet unter einer seltenen Krankheit, lässt sich aber nicht unterkriegen

Neumünster | Sie wurden mit Herz-Luftballons, Seifenblasen und Rosenblätter-Konfetti empfangen: Rund 50 Familienangehörige, Freunde und Arbeitskollegen freuten sich mit Sabrina Kolbe (33) und Björn Andresen (36), die sich gestern das Ja-Wort gaben. Wuchtige Deko war im Hintergrund aufgefahren: Denn die Arbeitskollegen von Björn, der als Disponent bei Voigt Logistik arbeitet, waren mit einem 40-Tonner herangefahren.

Im November 2007 lernten die Wasbekerin und der Falderaner sich auf dem 30. Geburtstag von Silke Juckel kennen. Sie ist mit Sabrina befreundet, ihr Mann Gerrit (37) ging mit Björn auf die Immanuel-Kant-Schule. „Sie führten lange Gespräche, das war Sympathie auf den ersten Blick“, erinnert sich die Freundin. Und aus der „Bilderbuch-Freundschaft“ (Sabrina) wurde mehr. Die Mediengestalterin, die zuletzt acht Jahre im Rathaus arbeitete und jetzt seit einigen Monaten Frührentnerin ist, und der Speditionskaufmann wurden ein Paar. Dann machte ihr Björn einen Antrag – „ganz klassisch, mit Kniefall und vorher beim Vater um die Hand bitten“, erinnerte sich Sabrina strahlend. Vater Udo Kolbe hatte nichts einzuwenden. „Das war ein ziemliches Gestammel. Ich war nervös, aber sie hat mich verstanden“, erinnerte sich der Bräutigam schmunzelnd. Warum wollte er sie heiraten? Da musste er gestern nicht lange überlegen: „Ich wollte sie behalten. Sie ist eine so tolle Frau.“

Denn Sabrina Kolbe hat schon so manches überstanden und doch ihren Lebensmut nicht verloren. Seit ihrem vierten Lebensjahr ist sie an einer seltenen Form des Muskelschwundes erkrankt, sitzt daher meistens im Rollstuhl. Die Krankheit habe sich verlangsamt, sagt sie. Aber sie ist nicht besiegbar. Davon lässt sich die fröhliche junge e Frau aber nicht unterkriegen: „Ich habe gelernt, dass es nicht auf den körperlichen Zustand ankommt, sondern auf die innere Haltung, den inneren Frieden“, sagte sie nach der Trauung. Sie hat sich einen Paradiesvogel mit einem Regenbogen tätowieren lassen – ein Symbol für diese Haltung: „Der Paradiesvogel, das bin ich, und ich bin auf dem Weg zum Regenbogen.“ Gemeinsam wollen sie und ihr Björn die Zukunft meistern, „egal, was kommt“.

Der Bräutigam strahlte vor dem Rathaus mit seiner frisch Angetrauten um die Wette und küsste sie nur zu gerne für die vielen Erinnerungsfotos, nach denen die Hochzeitsgäste immer wieder verlangten.

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erstellt am 13.Aug.2014 | 05:00 Uhr

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