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Selbstbehauptungskursus : Rollenspiele bereiten auf Notsituation vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Berufsfeuerwehr gewährte Behinderten Einblicke in die Rettungsabläufe.

Neumünster | Der Moment des Besuches war günstig gewählt. Kaum hatten die zwölf Teilnehmer des „Selbstbehauptungskurses für Menschen mit Behinderungen“ am Freitag die Leitstelle der Feuer- und Rettungswache im Gefahrenabwehrzentrum betreten, ging auch schon der erste Notruf ein: „Person mit Kopfverletzungen!” Nur wenige Sekunden später war ein Rettungswagen unterwegs. Die Frauen und Männer konnten sich in der Leitstelle überzeugen, wie effektiv die diensthabenden Feuerwehrmänner die Einsätze koordinierten.

Schichtführer Michael Weckermann erklärte die Abläufe: „Sobald wir die Straße wissen, fährt der Rettungswagen los“. Danach können sich die Retter über Funk weitere Informationen einholen. „Wir finden heraus, wo der Notruf herkommt“, sagte ein Mitarbeiter. Den Behinderten gab Weckermann mit auf den Weg: „Keine Angst, auch wenn es zwei oder dreimal klingelt. Ihr seid hier richtig und wir finden euch.“

In der Einsatzzentrale laufen an vier Arbeitsplätzen mit mehreren Bildschirmen alle Notrufe auf – für die Feuerwehr und den Rettungsdienst aber auch die Hausnotrufe für ältere Menschen. „Das Absetzen von Notrufen und auch das Reagieren beim Auffinden von verletzten Personen gehören zum Programm des Selbstbehauptungskurses. Hier konnten die Teilnehmer sehen, was nach den Anrufen geschieht. Das hilft, Ängste abzubauen“, sagte Kursleiter Simon Klänhammer.

Seit 2009 organisiert der Polizeisportverein mit der Lebenshilfe zweimal pro Jahr diese Selbstbehauptungskurse. „In realitätsnahen Übungen und Rollenspielen sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, sich und andere in Not- und Gefahrensituationen effektiv helfen zu können“, umriss Simon Klänhammer den Kursinhalt.

Doch nicht nur die Leitstelle stand auf dem Programm. Hauptbrandmeister Sven Barckmann führte die Gruppe abschließend außerdem noch durch verschiedene Bereiche der neuen Anlage und beantwortete dazu zahlreiche Fragen.

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