Neujahrsempfang : Roeder will eine Stadt der Bildung

Sie wollen 2015 in der Kommunalpolitik der Stadt Akzente setzen: Vor Beginn des Neujahrsempfangs stellte sich die Führungsriege der SPD zum Gruppenfoto auf: Von links Nadja Winter, Volker Andresen (stellvertretende Kreisvorsitzende), OB-Kandidatin Elke Christina Roeder, Parteichefin Kirsten Eickhoff-Weber und Ratsfraktionschef Uwe Döring.
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Sie wollen 2015 in der Kommunalpolitik der Stadt Akzente setzen: Vor Beginn des Neujahrsempfangs stellte sich die Führungsriege der SPD zum Gruppenfoto auf: Von links Nadja Winter, Volker Andresen (stellvertretende Kreisvorsitzende), OB-Kandidatin Elke Christina Roeder, Parteichefin Kirsten Eickhoff-Weber und Ratsfraktionschef Uwe Döring.

180 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der SPD / OB-Kandidatin setzt erste Schwerpunkte ihres Wahlprogramms

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17. Januar 2015, 09:00 Uhr

Neumünster | Den ersten starken Applaus kassierte Kirsten Eickhoff-Weber gleich zu Beginn des SPD-Neujahrsempfangs: Statt sich mit allzu langen Begrüßungsformeln aufzuhalten, verlangte Neumünsters Parteichefin den rund 180 Genossen und Gästen im Holstenhallenrestaurant ein Versprechen ab: „Sollte irgend eine Shegida oder ähnliche Formation versuchen, in Neumünster gegen eine freie Gesellschaft zu propagieren, dann treffen wir uns alle auf dem Großflecken wieder. Wir lassen keinen Keil in unsere Gesellschaft treiben!“ Das kam bei den Genossen gut an.

OB-Kandidatin Elke Christina Roeder, die – wie könnte es anders sein – im Jahr der OB-Wahl die Neujahrsansprache hielt, ließ sich davon allerdings nicht verleiten, allzu kämpferische Töne anzuschlagen. Auch bei ihrem zweiten großen Auftritt vor großer Parteibühne (nach dem Nominierungsparteitag im November) verzichtete sie auf persönliche Angriffe gegen ihren Konkurrenten. Stattdessen listete sie nüchtern auf, wo sie im Falle ihrer Wahl Schwerpunkte setzen werde – ohne dabei zu viel zu versprechen.

Starken Applaus bekam sie vor allem für ihre Vorstellungen von einer nachhaltigen Stadtentwicklung: Neumünster müsse seine zentrale Lage noch besser nutzen, bei der Arbeitslosigkeit aktiv gegensteuern und beim Bemühen um neue Firmen vor allem auf produzierendes Gewerbe setzen, um gute Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig langfristig sicheres Gewerbesteueraufkommen zu generieren, forderte Roeder.

Beim Studium der Stärken und Schwächen der Stadt habe sie vor allem die hohe Jugendarbeitslosigkeit betroffen gemacht, bekannte die Kandidatin. Es gelte, Neumünster zur „Hauptstadt der beruflichen Bildung“ zu machen, eine Anbindung an staatliche oder private Hochschulen sei durchaus möglich, sagte Roeder – und schlug dabei einen Bogen zur Sozialpolitik: „Wir setzen auf Bildung – und zwar in der Kita beginnend“, versprach die Kandidatin. Nach den Kraftanstrengungen zur Schaffung von U3-Plätzen gelte es jetzt, die Betreuungskapazitäten für Drei- bis Sechsjährige auszubauen, forderte Roeder. Dabei müsse ein Erhöhung der Kitagebühren in jedem Fall verhindert werden. Es sei erschreckend, dass bereits jetzt 52 Prozent der Eltern die Kita-Gebühren nicht aus eigener Kraft aufbringen könnten.

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