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„Bunt statt Braun“ : Rock gegen Rechts lockte jedes Alter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

„Bunt statt Braun“: 2500 Besucher zeigten beim „Rock gegen Rechts“ Flagge. Ministerpräsident Albig schaute auch vorbei.

Um es mit den Worten aus der Rede von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras auf den Punkt zu bringen: „Eine starke Stadt hatte einen starken Auftritt.“ Rund 2500 Besucher kamen zum zweiten „Rock gegen Rechts“. Mit dem Festival am Sonnabend auf die Klosterinsel waren Gäste Organisatoren mehr als zufrieden.

Vom frühen Nachmittag bis in den späten Abend rockten die Bands auf der Bühne und viele Interessierte informierten sich an den zahlreichen Ständen zum Thema Fremdenfeindlichkeit. „Wir sind mehr als zufrieden“, resümierte denn auch Mitveranstalter Christof Ostheimer, der dem Leitungsteam des Runden Tisches angehört. „Nach dem Erfolg am 1. Mai vergangenen Jahres war schnell klar, dass es eine Anschlussveranstaltung geben soll“, berichtete er weiter. Mit viel Aufwand hatte der Runde Tisch um Henning Möbius, Propst Stefan Block, Sabine Krebs, Thomas Wittje, Andreas Leimbach und Christof Ostheimer das Festival organisiert.

Und die Idee kam gut an: Auf und vor der Bühne wurde angeregt über das Thema Ausgrenzung diskutiert. Flüchtlinge und Schüler erzählten von ihren Erlebnissen und im Gelände fand so manches (auf)klärende Gespräch statt. „Wir sind die Generation, die weiß, dass Faschismus nur ins Elend führt. Deshalb sind wir hier dabei, auch wenn die Musik nicht so unser Ding ist“, erzählte zum Beispiel Marga Propp (81), die sich mit ihrem Mann Bernhard (83) zu den Klängen der Gruppe „Beatshock“ im Café International niedergelassen hatte.
„Ich möchte in den Bus steigen, ohne Angst vor Übergriffen zu haben“, berichtete auch Alem Girma (24) aus Ghana, der schon häufiger wegen seiner Hautfarbe beschimpft wurde. Und seine Freundin Kirsten (20) pflichtete ihm bei: „Die Nazis dürfen hier keinen Boden gewinnen.“

Auf der Veranstaltung blieb es bis zum Ende friedlich. Einziger Wermutstropfen: Einige Besucher sorgten zeitweise vor der Bühne für Tumult, der jedoch von den Sicherheitskräften schnell aufgelöst wurde. Selbst Ministerpräsident Torsten Albig schaute am frühen Nachmittag spontan vorbei, um sich einmal umzuschauen, Tee zu trinken und zu unterhalten.

Besonders aufregend wurde es am Abend für mehr als 60 Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule. Mit dem Satz „Lieber bunt statt braun!“ stürmten die Mädchen und Jungen aufgeregt die Bühne, um mit der Gruppe „Illegal 2001“ das Lied „Schrei nach Liebe“ zu singen. Angeleitet wurden sie dabei von Keyboarder Doc „Fiete“ Schlüter, der ihnen sonst als Musiklehrer gegenübersteht. „Das war richtig cool!“, war am Ende allenthalben aus den Reihen der Kinder zu hören.






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erstellt am 03.Sep.2013 | 07:45 Uhr

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