Roboter-Olympiade : Roboter-AG im Bundesfinale: 12. Platz

Gespannt beobachten Johannes Funck (links) und Maximilian Voß beim Bundesfinale der Roboter-Olympiade, wie ihr Roboter die „Trümmerteile“ (rote Bälle) einsammelt und die „Satelliten“ (blaue Bälle) ignoriert.
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Gespannt beobachten Johannes Funck (links) und Maximilian Voß beim Bundesfinale der Roboter-Olympiade, wie ihr Roboter die „Trümmerteile“ (rote Bälle) einsammelt und die „Satelliten“ (blaue Bälle) ignoriert.

Klaus-Groth-Schüler hatten in einem Hochbegabten-Projekt einen Roboter selbst konstruiert

shz.de von
17. Juni 2014, 16:45 Uhr

Neumünster | Das war ein spannender Tag für die Klaus-Groth-Schüler Maximilian Voß (13) aus Boostedt und Johannes Funck (13) aus Bordesholm: Die Siebtklässler hatten es geschafft, sich als das Team „Mind-tec“ für das Bundesfinale der Welt-Roboter-Olympiade (World Robot Olympiad) im Dortmunder Rathaus zu qualifizieren. Mit ihrem selbst entworfenen und konstruierten Roboter schafften sie es in ihrer Altersklasse „Junior“ (13 bis 15 Jahre) auf den zwölften Platz.

„Das war großartig, eine tolle und professionell gemachte Veranstaltung. Die Jungs waren total glücklich und zufrieden. Sie sind ganz gespannt, nochmal an dieser Olympiade teilzunehmen, und haben viele Anregungen gesammelt“, sagte Gaby Voß, Maximilians Mutter, die mit ihrem Mann Sönke ihren Sohn begleitete. Christoph Freund, Lehrer an der Groth-Schule, war der Berater des Duos, beim Bundesfinale aber verhindert. Er lobte die Leistung der beiden Jungs: „Ich habe zwar darauf geachtet, wie sie sich die Zeit bei diesem Projekt einteilen und auf was sie sich konzentrieren sollten. Aber konstruiert und gebaut haben sie alles selbst. Das war mit Sicherheit eine spannende Erfahrung für sie.“ Angesichts ihres jungen Alters sei ein zwölfter Platz schon beachtlich, so Freund.

Thema des Wettbewerbs, dessen Weltfinale in Sotschi ausgetragen wird, ist „Weltraum“. Aufgabe war es, einen Roboter aus Legoteilen zu bauen und so zu programmieren, dass er defekte Satelliten (rote Bälle) und Trümmerteile aus ihrer Umlaufbahn entfernt und in eine Weltraumfabrik bringt, die funktionsfähigen Satelliten (blaue Bälle) jedoch an ihrem Ort belässt. Für nicht weggeräumte Teile oder falsch weggeräumte blaue Bälle gab es Minuspunkte. Die hinteren Plätze kassierten beispielsweise über 200 Minuspunkte. Das Klaus-Groth-Team schaffte fünf Pluspunkte. Zum Vergleich: Die Sieger hatten 256 Pluspunkte, Platz fünf 30 Pluspunkte. Mutter Gaby Voß hatte das genau beobachtet: „Auch Riesenkonstruktionen landeten auf den hinteren Plätzen, weil sie so viel Minuspunkte hatten. Teilweise waren auch sehr professionelle Teams am Start, die sich das ganze Jahr mit diesem Thema beschäftigen können.“

Das Projekt lief im Rahmen der Hochbegabtenförderung. Parallel zum Unterricht, dessen Stoff sie nachholten, und außerhalb der Schulzeiten tüftelten Maximilian und Johannes an ihrem Projekt. „Wir hätten nicht damit gerechnet, ins Deutschlandfinale zu kommen. Aber unser Roboter hat zum Glück fast alle Runden in der Landesolympiade so geschafft, wie wir das geplant hatten“, sagten die zwei.

Mehr über die Olympiade im Internet: http://worldrobotolympiad.de.

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