Rio de Janeiro liegt jetzt auch in Ruthenberg

Aus über 50 Courier-Zeitungen bastelten die Kinder der Kita Ruthenberger Rasselbande eine Christus-Figur nach dem Vorbild der Cristo-Statue in Rio de Janeiro.
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Aus über 50 Courier-Zeitungen bastelten die Kinder der Kita Ruthenberger Rasselbande eine Christus-Figur nach dem Vorbild der Cristo-Statue in Rio de Janeiro.

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25. Juni 2014, 13:15 Uhr

Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft sind die 126 Kinder der Ruthenberger Rasselbande seit gestern im Brasilien-Fieber. Zwei Wochen lang beschäftigen sich die Kita-Kinder mit dem Land im fernen Südamerika und haben aus über 50 Courier-Zeitungen die meterhohe Christus-Figur gebastelt, deren Original das Wahrzeichen von Rio de Janeiro ist.

Sie ist in den Regenbogenfarben angemalt, denn so heißen die Kita-Gruppen. Die reale „Cristo Redentor“-Statue (Christus der Erlöser) steht auf dem Berg Corcovado und ist 38 Meter hoch. Die Figur in der Kita ist immerhin 2,30 Meter hoch, hat eine Spannweite von zwei Metern und steht auf dem Naturdenkmal-Hügelgrab. Geleitet hat das Projekt die angehende Kunststudentin Milena Benson (19). Jeden Abend wird die Statue in die Kita geholt, damit ihr die Witterung nicht zu sehr zusetzt, sagt Kita-Leiter Dietrich Mohr.

Auf Infotafeln haben sich die Kinder mit Brasilien beschäftigt, auch mit der Abholzung des Regenwaldes. Auf diesen Flächen werden Futterpflanzen für die Fleischproduktion in Europa angebaut und Tausende von Kilometern transportiert. „Aus Protest haben das Hort- und das Kinderparlament beschlossen, dass zwei Wochen kein Fleisch gegessen wird“, so Mohr. Beim Basteln von Regenwaldkostümen, Tiermasken, Sorgenpüppchen und vielen anderen Aktionen kommen also keine Geflügelwurst oder Chicken Crossies, sondern Käse, Banane, Melone, Äpfel, Paprika und Gurken auf den Tisch.

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