Spannung in Neumünster : Riesenshow mit fliegenden Autos

Erst 13 Jahre alt, aber schon mitten drin: Johnny Traber junior liegt im Schutzanzug auf dem Auto, das eben eine Feuerwand durchbrochen hat.
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Erst 13 Jahre alt, aber schon mitten drin: Johnny Traber junior liegt im Schutzanzug auf dem Auto, das eben eine Feuerwand durchbrochen hat.

Die Stunt- und Artistenfamilie Traber versetzte die Besucher am Wochenende mit Monstertrucks und geschrotteten Autos ins Staunen.

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11. August 2019, 14:18 Uhr

Zermatschtes Blech, fliegende Reifen, Feuer und halsbrecherische Stunts präsentierte am Wochenende die Familie Traber bei ihrer Monstertruck-Show. Insgesamt kamen am Sonnabend und Sonntag rund 400 Besucher auf das Außengelände der Holstenhallen, wo das Motor-Spektakel stattfand. Zum vierten Mal war die namhafte Stunt- und Artistenfamilie aus Selfkant bei Aachen in Neumünster.

Was die Stunt-Männer boten, war pure Action, wie man sie sonst aus wilden Verfolgungsjagden im Fernsehen kennt. Der 18-jährige Louis Traber ist bereits Vollprofi und zeigte waghalsige Sprünge mit dem Cross-Motorrad. Er sprang über sieben parkende Autos, seine Fahrt durch eine Feuerwand war sensationell und der Sprung durch einen brennenden Reifen filmreif. Aber mit einer Schrecksekunde begleitet war der Stunt, bei dem der junge Mann einen schweren Unfall simulierte. Die Zuschauer hielten den Atem an, als er in einem Kleinwagen von einer Rampe sprang, 90 Meter weit schlitterte und bei den Drehungen mehrmals mit dem Dach auf den Asphalt schlug. Doch im Gegensatz zu echten Unfällen war hier jeder Aufprallwinkel kontrolliert, und Louis Traber schlängelte sich unversehrt aus dem Wagen.

„Er hat zwei Jahre eine Ausbildung an einer Stunt-Schule in Paris gemacht“, erklärte am Sonnabendabend Hans-Lutz Traber, Chef der Familie und des Unternehmens. Mit seinen 68 Jahren ist er selbst noch Stuntman und zeigte, wie man ein Auto seitlich auf zwei Rädern fährt. „Bei uns werden die Kinder mit vier Jahren herangeführt“, erzählte Traber, der bis in die 1960er-Jahre als Hochseilartist gearbeitet hatte.

Obwohl die Stunts in Neumünster spielerisch wirkten, riskieren die Künstler bei jeder Nummer ihre Gesundheit. „Man muss immer voll dabei sein, blaue Flecken und Knochenbrüche kommen auch bei Profis vor“, sagte Traber.

Die massigen Monstertrucks bildeten übrigens das wuchtige Finale der Show. Die rund 80.000 Euro teuren Eigenbauten aus USA-Teilen gaben unter großem Beifall der Zuschauer den eh schon geschrotteten Autos den Rest und zermalmten sie.

Am Sonnabend zwang ein heftiger Regenschauer zu einer kurzen Pause, und einige Gäste verließen die Veranstaltung. Dafür ging es danach um so schöner weiter: Dann sprangen die Künstler nicht nur durch Feuerreifen, sondern scheinbar auch durch einen Regenbogen.

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