Konzertabend : Riesenbeifall für die neue Galanacht

Das Finale der Galanacht bestritt der Chor „Jetzt oder nie“ unter der Leitung von Dieter Podszus (vorne) mit mitreißenden Titeln wie „Du passt so gut zu mir“ und „The Rose“.
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Das Finale der Galanacht bestritt der Chor „Jetzt oder nie“ unter der Leitung von Dieter Podszus (vorne) mit mitreißenden Titeln wie „Du passt so gut zu mir“ und „The Rose“.

Erstmals lud die Musikschule zum Konzert mit Dozenten, Ensembles und Schülern / 2018 soll es eine Wiederholung geben

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22. März 2017, 10:30 Uhr

Neumünster | Eine Pianistin, die ihre Klaviersaiten bürstete, moderne Klassik, mitreißende Popsongs und eine Stimmung zwischen halsbrecherisch und Herz erwärmend: Ein ansprechendes und spannendes Programm servierten die Dozenten der Musikschule auf ihrer Galanacht im Theater der Stadthalle vor über 200 Zuschauern. Erstmals präsentierten sich bei dieser Premiere auch Schüler und Ensembles. „Wir wollten mit diesen Pfunden wuchern“, sagte Musikschulleiter Stefan Back, der wortgewandt durch das Konzert führte.

Schon die Eröffnung durch Bennet Manthei, der das Scherzo Nummer 2 in b-moll von Frederick Chopin vortrug, zeigte, auf welchem hohen Niveau das Konzert verlaufen sollte. Hinreißend spielten Anatol Yarosh, Dozent für Violine, und Lena Lell, Dozentin für Klavier, den ersten, zweiten und vierten Satz aus dem Konzert in G-Dur für Viola von Georg Friedrich Telemann.

Ein besonderes Erlebnis war der Gitarrenschüler Felix Hartung (17). Er demonstrierte eine ungewöhnliche Spieltechnik, das sogenannte Tapping. Mit dieser im Hardrock oft verwendeten Technik schuf er einen ganz speziellen Klangteppich für seine Interpretation des Stücks „Tractor Pull“ des amerikanischen Komponisten Preston Reed.

Ein besonderer Höhepunkt war die „Techno-Parade“, den die Querflötendozentin Elke Andersen, Schulleiter Stefan Back an der Klarinette und die Klavierstudentin Maria Christiansen mitreißend spielten. Zu präzisen Tonkaskaden und rhythmischen Verschiebungen demonstrierte die Pianistin ungewöhnliche Spieltechniken: Sie bearbeitete die Saiten des Flügels mit einer Bürste, erzeugte so ein rhythmisches Rauschen und riss das Publikum so richtig hin.

Nach fast zwei Stunden abwechslungsreichem Programm bildete der Chor „Jetzt oder nie“ das Finale. Der Chor für Menschen mit Krebs und deren Angehörige steckte das Publikum mit seiner Energie und Ausgelassenheit förmlich an, sang fröhliche Titel wie „Ein bisschen Boogie muss sein“ von Karl-Heinz Jäger, „Du passt so gut zu mir“ auf der Melodie „ I like the flowers“ von Nikolaus Brodszky, aber auch ganz herzergreifend „Die Rose“ von Amanda McBroom. Den Chor entließ das hingerissene Publikum erst nach einer Zugabe.

„Das war eine gelungene Premiere für unsere Galanacht, ein Superkonzert. Das werden wir wohl nächstes Jahr im selben Format mit Schülern und Ensembles stattfinden lassen. Ich denke, wir haben unsere Zuschauer von der Klasse und der Vielseitigkeit der Musikschule überzeugt“, sagte Schulleiter Stefan Back.

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