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Holsteinischer Courier

20. August 2017 | 23:54 Uhr

Ricklinger wollen Häuser tauschen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Amtsgebäude gegen das Renterwohnheim

Die Gemeinde Rickling will das amtseigene Haus an der Dorfstraße 34 kaufen. Dort ist zurzeit die Zweigstelle der Verwaltung des Amtes Boostedt-Rickling untergebracht. Vorstellen können sich die Gemeindevertreter auch einen Tausch gegen das Rentnerwohnheim in der Straße Eichbalken 40.

An dem Wohnheim, in dem sich 16 kleine Wohnungen befinden, hatte das Amt Interesse angemeldet, um so den bestehenden Wohnraumnotstand für die Unterbringung von Asylbewerbern im Amtsbezirk zu entspannen. Bestätigt wurde dies auf Anfrage vom Leitenden Verwaltungsbeamten des Amtes, Sven Plucas. „Diese Idee entstand weit vor der Ankündigung, dass in der Boostedter Kaserne Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Jetzt ist die Situation anders und der Amtsausschuss hat sich hier noch nicht abschließend entschieden“, sagte er.

Für den Kauf beziehungsweise besser noch den Tausch der Häuser sprachen sich jedenfalls die Ricklinger Finanzausschussmitglieder auf ihrer Sitzung aus.

„Wir wollen die Zweigstelle des Amtes auf jeden Fall an dieser Stelle erhalten. Doch das Amt will diese Liegenschaft verkaufen. Um zu verhindern, dass ein Investor die Verwaltung rausschmeißt, soll das Haus nun gemeindliches Eigentum werden“, erklärte Bürgermeister Christian Thomann (ABR).

Vorsorglich will die Gemeinde außerdem Räume für eine temporäre Arztpraxis vorhalten. „Das wir einen Arzt bekommen, ist zwar unwahrscheinlich, aber wir werden uns weiter darum bemühen, und wenn es dann doch klappen sollte, brauchen wir ja Platz“, erläuterte Thomann. Für eine Zwischennutzung sollen die beiden Wohnungen im Obergeschoss jedoch zunächst hergerichtet und vermietet werden.

Ein Tausch des Amtsgebäudes gegen das Wohnheim hätte für Rickling zudem den Vorteil, dass die angespannte Haushaltslage nicht noch weiter ausgereizt werden würde. Im Verwaltungshaushalt fehlen der Gemeinde zurzeit rund 50 000 Euro. Und für die Rechnungen, die im Zusammenhang mit der Sanierung der Dorfstraße anstehen, muss ein Kredit in Höhe von 750 000 Euro aufgenommen werden.

Dennoch soll für die Ambulante und Teilstationäre Suchthilfe (ATS) sowie auch für die Initiative Frauenzimmer die Unterstützung weiter fließen. Nach dem Beschluss aus dem Ausschuss erhalten die ATS 300 Euro und der Verein Frauenzimmer 250 Euro aus der Gemeindekasse.


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erstellt am 26.Sep.2014 | 12:05 Uhr

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