50. Verkehrswettbewerb : Richtiges Radfahren rettet Leben

Mit den Schülern der Siegerklassen freuten sich (hinten, von rechts) Heike Dörner, Kreisfachberaterin für Verkehrserziehung, Dietmar Benz, Präsident der Landesverkehrswacht, und Schulrat Jan Stargardt.
Mit den Schülern der Siegerklassen freuten sich (hinten, von rechts) Heike Dörner, Kreisfachberaterin für Verkehrserziehung, Dietmar Benz, Präsident der Landesverkehrswacht, und Schulrat Jan Stargardt.

50. Verkehrswettbewerb: Schüler wurden für gute Beherrschung des Radfahrens und der Verkehrsregeln ausgezeichnet / Sonderpreis ausgelobt

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18. November 2015, 08:00 Uhr

Neumünster | Beim Radeln durch die Stadt Helm auf, Licht an, die richtigen Radwege benutzen, nur bei Grün über die Straße und immer nochmal schauen, ob wirklich kein Auto kommt: Diese grundlegenden Regeln paukten jetzt 900 Sechstklässler diverser Schulen – und mussten dann ihr praktisches Wissen ebenfalls beweisen. Jetzt standen die Sieger fest: Zum 50. Mal fand der Verkehrswettbewerb in Neumünster statt. Heike Dörner, Kreisfachberaterin für Mobilitäts- und Verkehrserziehung, hatte die Feier in der Gemeinschaftsschule Faldera organisiert.

Die Bläserklasse spielte die „Ode an die Freude“, bevor Heike Dörner betonte: „In Eurem Alter muss das Wissen aufgefrischt werden.“ Denn die Zahlen sind deutlich: 14 Prozent mehr Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern wurden landesweit gezählt, leider auch elf tödliche. „Über 1000 Schüler sind in Neumünster unterwegs, davon 2800 Grundschüler“, sagte Schulrat Jan Stargardt und zitierte Dostojewski: „Ein Kind zu retten, bedeutet, die Welt zu retten.“ Er lobte Heike Dörner, ihre Vorgängerin Gerda Stoltenberg und deren Vorgänger Hein Steffensen: „Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Kindeswohl. Denn Radfahrer haben keine Knautschzone.“ Auch Dietmar Benz, sowohl langjähriger Polizei-Präventionslehrer als auch Präsident der Landesverkehrswacht, mahnte: „Passt auf euch auf, achtet auf das Licht, Unfälle können schnell passieren.“ Heike Dörner zeigte einen Film, der in Neumünster gedreht wurde und richtiges und falsches Verkehrsverhalten zweier Jugendlicher zeigte – und aufgrund von Unachtsamkeit von Autofahrern trotzdem für beide mit einem Umfall endete. Ihr Fazit: „Ihr müsst selbst nochmal gucken und für die anderen mitdenken.“

Geldpreise wurden von der Sparkasse Südholstein gestiftet; die ersten Plätze machten die Waldorfschule, die Immanuel-Kant-Schule und die Gustav-Hansen-Schule. Für die beste Fahrpraxis wurde die Klasse 6  d der Holstenschule ausgezeichnet. Den unter allen Siegern ausgelosten Jubiläums-Sonderpreis, ein Hörstadtplan mit Stefan Tenner vom Freien Radio Neumünster, ging an die 6  b der Humboldt-Schule. Gewonnen hatten aber faktisch alle Teilnehmer – sie haben das lebensrettende Wissen aufgefrischt und sind so sicherer im Straßenverkehr.

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