zur Navigation springen

Vermisstensuche : Rettungshunde übten am Lokschuppen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Rettungshundestaffel Holstein trainierte gestern zum ersten Mal auf dem Gelände an der Brückenstraße.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2016 | 09:30 Uhr

Neumünster | Sie suchen vermisste Personen, meist Kinder, Demenzkranke oder Suizidgefährdete, bei jedem Wetter, Tag und Nacht. Durchschnittlich 25 Mal im Jahr werden die rund 40 Männer und Frauen sowie etwa 70 Hunde der Rettungshundestaffel Holstein aus Wapelfeld (Kreis Rendsburg-Eckernförde) von Feuerwehr oder Polizei im Land angefordert. Und damit es im Ernstfall klappt, trainieren die ehrenamtlichen Mitglieder des seit 1998 bestehenden Vereins regelmäßig; gestern zum ersten Mal in den Gebäuden und Waggons auf dem Gelände des Lokschuppens an der Brückenstraße.

„Das ist ein ideales Trainingsgebiet, weil es hier viele versteckte Ecken und Winkel gibt“, sagte Einsatzleiterin Kitty Petersen-Pieper. 20 Aktive mit 23 Hunden waren am späten Nachmittag angerückt, um auf die sogenannte Gebäudesuche und Trümmersuche zu gehen. Einige Mitglieder versteckten sich dafür als „Vermisste“ in den Zugabteilen oder in Räumen der vielen alten Gebäude auf dem Areal. Die Hundeführer gingen anschließend mit den Vierbeinern auf Suche.

„Wir freuen uns immer, wenn wir auf diese Weise helfen können und geben auch anderen Organisationen für ähnliche Zwecke das Gelände nach Absprache gerne frei“, sagte Holger Busche vom Verein Kulturlokschuppen. Die Rettungshundestaffel Holstein gehört dem Bundesverband Rettungshunde an, der größten Rettungshundeorganisation in Europa. Das Hauptübungsgelände liegt in Wapelfeld an der B 430, für Trümmerübungen nutzt der Verein ein Trümmerhaus in Rendsburg. Ein Rettungshundeführer bildet mit seinem Rettungshund ein Team, das jährlich auf Einsatzfähigkeit überprüft wird. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert in der Regel zwei Jahre.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen