Bordesholm : Rettung aus dem Kühlschrank

Hubert Hepp zeigt, wie es geht: Die Notfall-Dose mit den wichtigen Dokumenten wird im Kühlschrank aufbewahrt.
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Hubert Hepp zeigt, wie es geht: Die Notfall-Dose mit den wichtigen Dokumenten wird im Kühlschrank aufbewahrt.

Ein Bordesholmer hat für die Gemeinde zunächst 2000 Notfalldosen besorgt.

shz.de von
03. Januar 2018, 17:00 Uhr

Bordesholm | Immer mehr Menschen haben zu Hause einen Notfall-Allergie- und Impfpass, Medikamentenplan, Patientenverfügung oder besitzen einen Organspenderpass. Nur ist es für den Rettungsdienst im Falle eines Falles meist unmöglich herauszufinden, wo diese Notfalldaten in der Wohnung aufbewahrt werden. Die Notfalldose im Kühlschrank soll Abhilfe schaffen. Hubert Hepp aus Bordesholm hat dafür gesorgt, dass in der Gemeinde zunächst 2000 dieser Dosen zur Verfügung stehen.

Wenn der Patient nicht mehr ansprechbar ist oder vor lauter Aufregung wichtige Informationen vergisst zu erzählen und kein Angehöriger in der Wohnung ist, wird es schwierig, die bestmöglichen Maßnahmen zu ergreifen. Um dieses Problem zu lösen, hat sich eine kleine weiß-grüne Notfalldose schon in drei Bundesländern der Republik als potenzieller Lebensretter durchgesetzt. Die grün-weiße Dose ist etwa so groß wie ein Senfglas und trägt die Aufschrift: „SOS-Informationen für die Lebensrettung“. Diese kleine Notfalldose enthält alle wichtigen Informationen, die die Arbeit des Rettungsdienstes und später die Arbeit im Krankenhaus wesentlich erleichtern. Das Besondere an dieser Notfalldose ist der Aufbewahrungsort im Kühlschrank. Ein Kühlschrank befindet sich in jeder Küche in jeder Wohnung. Mit einem kleinen Aufkleber auf der Innenseite der Haustür und auf der Außenseite der Kühlschranktür wird auf die notfallrelevanten Informationen hingewiesen. Die einliegenden Daten sollten regelmäßig aktualisiert werden, Ersatzblätter können in den Apotheken vor Ort besorgt werden. Dazu gibt es einen kleinen Aufkleber. Der wird an die Kühlschranktür geklebt – als Hinweis, dass sich dort eine Notfall-Dose befindet.

Hubert Hepp, Gemeindevertreter der Unabhängigen Wählergemeinschaft Bordesholm, ist von dieser Idee begeistert. Mit der Firma Nissen-Massivhaus aus Felde fand er auch einen Spender für die Anschaffung der ersten 2000 Dosen, die zwei Euro pro Stück kosten.

Die Dosen gibt es jetzt in den drei Bordesholmer Apotheken. Dort können sie für einen Euro gekauft werden. Von dem Erlös will Hepp dann neue Dosen finanzieren. Er hofft aber auch, dass sich weitere Sponsoren finden.




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