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Sicherheitstag : Retter zeigten ihr breites Können

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum 8. Aktionstag strömten 20 000 Besucher auf den Großflecken. 300 Helfer informierten über ihre Arbeit.

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2015 | 08:15 Uhr

Neumünster | Frederick Larson (9) aus Kiel zuckte zusammen: Mit einem lauten Knall und einer großen Stichflamme explodierte keine zehn Meter vor ihm eine heiße Spraydose. Schnell nahm Papa Jochen seinen Sohn in den Arm. Doch dem entglitt schon ein erstauntes „Boah“. Große Kinderaugen, viele Fahrzeuge und jede Menge spektakulärer Vorführungen gab es gestern beim 8. Sicherheitstag auf dem Großflecken. Zu der sechsstündigen Veranstaltung kamen nach Schätzungen der Organisatoren rund 20  000 Besucher.

300 Helfer von 22 Organisationen und Vereinen zeigten unter dem Motto „Sicher ist sicher“ ihr breites Können. Neben Polizei und Feuerwehr waren unter anderem das Technische Hilfswerk, die DLRG und die Bundeswehr, aber auch der Fachdienst Kinder und Jugend mit einer „Alkoholbrille“ und arabischen Informationen über Internet-Abzocke dabei. Für die Verpflegung sorgten die Regieeinheit des Katastrophenschutzes und das Deutsche Rote Kreuz mit ihren Feldküchen.

„Ich bin froh und stolz, dass wir in Neumünster so gut aufgestellt sind“, sagte Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras zur Begrüßung. Mitglieder der Brandschutzaufklärung aus Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr zeigten neben der Spraydosen- auch eine Fettexplosion, die Personenrettung aus einem „verunglückten“ Auto sowie das Ablöschen einer brennenden Person – dargestellt von einer Drahtpuppe. Aufregende Aktionen hatten auch die Gäste im Gepäck. Die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Flensburg seilten mehrmals einen Helfer inklusive Hündin Gracy von einem Dach quer über die Straße auf den Großflecken ab. Die Tauchgruppe der Lübecker Berufsfeuerwehr war mit einem riesigen wassergefüllten Container angereist.

Großen Zulauf gab es im 14 Tonnen schweren Gefangenenbus der Justizvollzugsanstalt mit seinen 24 Plätzen. In den nur knapp einen Quadratmeter großen Einzelzellen nahmen auch Melanie und Michael Kostrzewa mit Sohn Maximilian Platz. „Es ist schon interessant, das mal zu sehen“, sagte die Familie aus Tungendorf. Extra früher für den Sicherheitstag von einer Ausfahrt nach Kiel zurückgekehrt waren die beiden Motorradfans Marco Bruns und sein Sohn Crispin (7) aus der Böcklersiedlung. „Das wollten wir uns nicht entgehen lassen“, sagten beide und ließen sich bei Christoph Wolloscheck von den Maltesern die Ausstattung eines Krankentransportwagens erklären.

 

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