DLRG in Neumünster : Retten um die Wette

Unter den strengen Augen der Kampfrichter gehen die Schwimmer an den Start – hier in der Disziplin Super Lifesaver.
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Unter den strengen Augen der Kampfrichter gehen die Schwimmer an den Start – hier in der Disziplin Super Lifesaver.

Landesmeisterschaften der DLRG. Landtagspräsident betont Wichtigkeit des Schwimmunterrichtes.

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12. Mai 2018, 09:00 Uhr

Neumünster | Der Einlauf der Kampfrichter und Sportler in die Cabrio-Halle im Bad am Stadtwald hat einen Hauch von Olympia. Aufregung liegt in der Luft. Die Schwimmer hüpfen und klopfen ihre Muskulatur im Takt der Musik geschmeidig. Dann ertönt die Trillerpfeife und es wird still. Noch bis heute messen sich Rettungsschwimmer aus ganz Schleswig-Holstein bei den 52. Landesmeisterschaften der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), die in das 32. Landesjugendtreffen eingebettet sind.

Während Kennet Baumann vom DLRG-Ortsverein Wahlstedt bereits zum achten Mal bei den Landesmeisterschaften antritt, ist es für Kristin Arndt aus Preetz die erste Einzelmeisterschaft. „Ich habe viel trainiert und bin sehr gespannt“, sagt die 16-Jährige und geht in ihrer Altersklasse in der Kategorie „Super Lifesaver“ an den Start.

In dieser Disziplin geht es unter anderem darum, Freistil zu schwimmen, nach einer Puppe am Beckenboden zu tauchen und diese zum Beckenrand zu bringen, einen Gurtretter anzulegen und mit diesem 50 Meter Freistil zu schwimmen.

„Es kommt auf Kleinigkeiten an, da muss man ein gutes Auge haben“, erklärt Kampfrichter Dominic Gleißner, der so einige Kilometer am Beckenrand laufen muss. Neben der Zeitmessung müssen die Schwimmer auch ihren Schwimmstil korrekt ausführen. „Jeder Verstoß gegen die Regeln bedeutet eine Disqualifikation“, erklärt Veranstaltungsleiter Timo Norden.

Sehr zufrieden ist Janne Rother nach ihrem Wettkampf: „Ich habe immer auf 25-Meter-Bahnen trainiert, das war etwas ungewohnt, nun auf die 50-Meter-Bahn zu gehen, aber es lief gut“, sagt die 18-Jährige.

Das Dach der Cabrio-Halle bleibt auch bei gutem Wetter geschlossen: „Wir haben es kurz geöffnet, aber das wurde zu kalt für die Sportler“, so Norden. Neben den sportlichen Wettkämpfen haben die Organisatoren zahlreiche Spiele, Workshops und Aktionen für das Landesjugendtreffen auf die Beine gestellt. „Das ist eine organisatorische Höchstleistung“, lobte der DLRG-Landesvorsitzende Jochen Möller.

Jan Hähner und sein Team haben sich in der Elly-Heuss-Knapp-Schule eine Einsatzleitstelle eingerichtet. „Es lief bislang alles gut, auch als es am Donnerstag Unwetter gab“, so Hähner. Die Sportler schlafen während der Wettkampftage in vier Schulen, die ebenfalls von der Einsatzleitung im Blick behalten werden.

Landtagspräsident Klaus Schlie betonte bei der Feierstunde gestern, dass es wichtig sei, im Land die Infrastruktur zu schaffen, um allen Kindern das Schwimmen zu ermöglichen. Neben dem Erhalt von Schwimmbädern „muss der Schwimmunterricht ein wesentlicher Bestandteil des Sportunterrichtes werden“, so Schlie. In Neumünster seien die Voraussetzungen dafür mit der neuen Cabrio-Halle gegeben, betonte Stadtrat Carsten Hillgruber.

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