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Initiative : "Respekt" - kein Platz für Rassismus

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Schild am Gewerkschaftshaus mahnt für mehr Sensibilität im Alltag. Initiative sucht Mitstreiter in Vereinen und Unternehmen.

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erstellt am 02.Mai.2013 | 08:07 Uhr

Neumünster | Die bundesweite Initiative "Respekt! - Kein Platz für Rassismus" soll jetzt auch in Neumünster in Betriebe, Vereine und Verbände hineingetragen werden. Als sichtbares Zeichen gegen jede Art der Benachteiligung oder Diskriminierung brachten am Dienstag Gisela Griese von der IG Metall, Frank Hornschu von der DGB-Kernregion und Jonny Griese als Vorsitzender im Verein für Toleranz und Zivilcourage ein "Respekt"-Schild am Gewerkschaftshaus an.

"Einige Firmen wie HDW-Werke in Kiel und Sauer-Danfoss in Neumünster haben bereits solche Schilder an ihren Werkstoren angehängt ", erklärte Gisela Griese. Ziel der Initiative sei es, verstärkt Firmen und Sportvereine für das Thema Respekt, Toleranz und friedliches Miteinander zu sensibilisieren und aufzuklären. Denn Rassismus ziehe sich durch die ganze Gesellschaft, so Jonny Griese. Viele Vereine wüssten nicht, wie sie damit umgehen sollten, und seien nicht informiert, was bestimmte Tätowierungen, Musiksongs und Zeitschriften bedeuteten.

Ein rassistischer Vorfall um einen farbigen Fußballspieler des FC Sachsen Leipzig vor drei Jahren hatte die "Respekt"-Initiative ausgelöst. Die Mitspieler ließen sich solidarisch schwarz anmalen. Seit 2011 ist die IG Metall Unterstützerin.

Das Schild am Gewerkschaftshaus sehen die Initiatoren als Startschuss, um Mitstreiter zu werben und die Bewegung auf breite Füße in der Stadt zu stellen. Gerd Grümmer, zweiter Vorsitzender des VfR, habe per Mail bereits positiv geantwortet, so Jonny Griese. Angelika Beer vom Verein für Toleranz und Zivilcourage schätzt die Aussichten gut ein: "Wir haben eine wunderbare Situation in Neumünster, ein parteiübergreifendes Bekenntnis gegen Rechts. Wir sollten nicht nur darüber reden, sondern auch leben."

Der Termin sei bewusst gewählt worden, um der Zerschlagung freier Gewerkschaften am 2. Mai 1933 zu gedenken, so Frank Hornschu. Aus diesem Anlass werde heute die Ausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung, "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen", im Kieler Gewerkschaftshaus eröffnet. Sie soll auch in Neumünster gezeigt werden; gesucht werden noch Räumlichkeiten.

Interessenten wenden sich an Gisela Griese, Tel. 18 07 22, oder gehen ins Internet: www. respekt.tv.

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