Einfelder See : Reservisten bargen Bootsbesatzung

Ein vermeintlich Verletzter wird mit dem Schlauchboot geborgen. Detlef Neubauer, Oberstleutnant der Reserve und Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Einfeld (Mitte) hilft beim Anlanden.
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Ein vermeintlich Verletzter wird mit dem Schlauchboot geborgen. Detlef Neubauer, Oberstleutnant der Reserve und Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Einfeld (Mitte) hilft beim Anlanden.

Bei einer Übung am Einfelder See wurde der Ernstfall geprobt. Der Segelclub musste vor einer brennenden Reetfläche geschützt werden.

shz.de von
22. Mai 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Lodernde Flammen, starker Rauch und Verletzte: Was sich wie ein Unglück anhört, war am Dienstagabend am Einfelder See glücklicherweise nur Teil einer Übung. Neben 20 Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr Einfeld nahmen 23 Mitglieder der Reservistenkameradschaft Einfeld teil.

Lothar Kutkowski von der Feuerwehr hatte folgendes Szenarium ausgearbeitet, das er gemeinsam mit Wehrführer Jens Stäcker vor Beginn der Übung bekannt gab: Der Segelclub musste vor einer brennenden Reetfläche geschützt werden. Wegen starker Rauchentwicklung wurden Boote ausgelagert. Von diesen Booten fehlte eine Besatzung, die zu suchen und zu bergen war.

Vor Ort stellten die Reservisten und Feuerwehrkameraden gemeinsam Schlauchanschlüsse für eine Wasserwand zum Schutz des Segelclubs her, während andere Teilnehmer mit einem Schlauchboot nach den Vermissten suchten. Oberleutnant der Reserve Arno Oldenburg, der als Zugführer der Soldaten fungierte, sagte bereits bei der Lagebesprechung, dass seine Männer „keine Spezialisten“ seien, sondern sich als „helfende Hände“ in besonderen Gefahrensituationen verstehen, um andere Hilfskräfte zu unterstützen. Das hätte sich beispielsweise beim großen Dosenmoorbrand im Mai 2011 schon bestens bewährt. Um gemeinsame Aufgaben besser koordinieren zu können, seien solche Übungen notwendig und hilfreich. Zwei Einsatzgruppen zu je neun Personen könnte die Reservistenkameradschaft bereitstellen. Am Einfelder See waren aber nicht nur die Einfelder Reservisten im Einsatz. Soldaten der Reservistenkameradschaften Itzehoe und Lütjenburg waren ebenfalls dabei. Denn die Bundeswehrreservisten schlossen sich zu einer „Regionalen Initiative von Reservisten in Mittelholstein“ zusammen, um lokale Einheiten des Katastrophenschutzes wie beispielsweise Feuerwehr, Technisches Hilfswerk oder Deutsches Rote Kreuz in Not- und Gefahrensituationen zu unterstützen.

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