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Nach Umbau : Rententipps im früheren Tresorraum

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung wurde nach dem millionenteuren Umbau wieder eingeweiht.

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erstellt am 04.Feb.2016 | 15:00 Uhr

Neumünster | Gut eine Million Euro kosteten die Modernisierung und der Umbau der Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung an der Christianstraße 9. Dafür hat das Team aus neun Rentenberatern, drei Reha-Fachberatern und der Betriebsprüfung nun den wohl „sichersten Arbeitsplatz in der gesamten Rentenversicherung“, scherzte Uwe Polkaehn. Der Gewerkschafter führt im Wechsel mit einem Arbeitgebervertreter ehrenamtlich den Vorsitz in der DRV Nord und spielte darauf an, dass die neu entstandenen Büros einmal ein Tresor waren. Bis 2004 war das markante Gebäude „die Außenstelle der Landeszentralbank Neumünster als Betriebsstelle der Bundesbankfiliale in Kiel“, so Polkaehn.

2005 zog dann die Rentenversicherung ein – allerdings nur in den vorderen Bereich des Gebäudes. Jetzt wurden durch neue Aufgaben auch neue Räume benötigt. Der Umbau in Absprache mit dem Denkmalschutz war für die Architekten und Baufirmen buchstäblich eine harte Nuss. So mussten für Türen und Fenster Aussparungen in die immerhin bis zu 70 Zentimeter dicken Tresorwände aus Stahlbeton gefräst werden. An der ehemaligen Tresordecke gab es sogar noch eine Laufkatze zum Bewegen der einst wertvollen, aber schweren Lasten aus Gold oder Bargeld. Die Rampe für die Anlieferung durch die Geldtransporter gibt es noch. Durch eine neue lichte Glasfront ist der Bereich jetzt zum Sozial- und Besprechungsraum geworden. Die Tresortür im Damen-WC hat keine Funktion mehr.

Nach einem Interimsjahr am Großflecken 72 bietet die Rentenversicherung jetzt an der Christianstraße 9 wieder ihren vollen Service unter einem Dach an. Und dazu gehört längst nicht mehr nur die Hilfe bei Rentenanträgen. „Früher kamen die Menschen kurz vor der Rente zu uns. Heute sollten sie möglichst früh ihre Altersvorsorge aufbauen“, sagte Dr. Ingrid Künzler, die Geschäftsführerin der DRV Nord.

Die Menschen müssten künftig „nicht nur länger arbeiten, sondern sich auch aktiver um ihre Altersvorsorge kümmern“, so Ingrid Künzler. Die DRV Nord berate dabei interessenneutral und kostenfrei. Polkaehn mochte daher auch nicht von Dienstgebäude sprechen: „Das hört sich so bürokratisch an“.  

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